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Der Name „Jesus“ bedeutet „Retter“.
Er kam mit diesem Namen auf die Erde, weil Er aus diesem Grund gekommen ist – um die Menschen von ihren Sünden zu retten.
Errettung ist mehr als Vergebung.
Lass mich ein Bild benutzen, um den Unterschied besser erklären zu können.
Sagen wir, die Straße vor meinem Haus wird renoviert und es wurde ein tiefes Loch ausgehoben. Ich warne meinen kleinen Sohn und sage ihm: „Geh nicht zu nah an das Loch, sonst fällst du womöglich hinein“. Aber nehmen wir an, er ist mir ungehorsam und geht zu dem Loch, um hineinzusehen. Und er rutscht aus und fällt in das metertiefe Loch ; er weint laut und ruft nach mir.
Als ich hinkomme, sagt er mir, dass es ihm sehr leid tut, weil er gegen mein Gebot gehandelt hat und bittet mich, ihm zu vergeben. Wenn ich dann zu ihm sagen würde: „Ist in Ordnung, mein Sohn, ich vergebe dir. Tschüß.“ – was hätte ich getan? Ich hätte ihm vergeben. Aber ich hätte ihn nicht gerettet.
Errettung würde mehr bedeuten als Vergebung. Es würde bedeuten, dass ich ihm aus dem Loch heraus helfen würde, in das er gefallen ist.
Dafür ist Jesus gekommen, um dies auch für uns zu tun. Er vergibt uns nicht nur unsere Sünden. Er kam auch, um uns von unseren Sünden zu erretten.
Wir alle sind tief in das Sündenloch gefallen, weil wir wieder und wieder gegen unser Gewissen gehandelt haben. Alleine die Nachricht, dass Gott uns vergibt, ist wunderbar. Aber die gute Nachricht Christi ist die, dass Er uns nicht nur vergibt, sondern uns auch aus der Macht der Sünde rettet.
Wir erleben die Errettung in drei Zeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir müssen zuerst von der Strafe der Sünde gerettet werden. Dann müssen wir aus der Macht der Sünde gerettet werden. Und schließlich werden wir aus der Gegenwart der Sünde errettet, wenn wir in den Himmel kommen.
Der erste Teil der Errettung bedeutet die Vergebung unserer Sünden – dass die Schuld unserer Vergangenheit weggenommen wird. Aber das ist nicht genug. Wir brauchen Gottes Hilfe, auch in Zukunft ein aufrechtes Leben zu führen. Dafür gibt uns Gott Seine Kraft.
Ich habe eine Geschichte gehört von einer Psychiatrie für geistig kranke Menschen. Sie führen dort einen Test durch, um herauszufinden ob die Patienten bereits soweit geheilt wurden, dass sie wieder vernünftig genug denken können. Sie führen den Patienten in einen Raum mit einem laufenden Wasserhahn. Dann geben sie ihm einen Eimer und einen Mop und bitten ihn, das Wasser aufzuwischen. Wenn der Patient dies tut ohne den Wasserhahn vorher abzustellen, war das ein Zeichen dafür, dass er noch nicht völlig normal denken konnte!!
Das ist auch unser Problem. Es gibt in uns einen laufenden Wasserhahn, aus dem Sünde herausläuft. Jesus wischt nicht nur die Sünden auf, die wir begangen haben. Er gibt uns auch die Kraft, den Hahn abzudrehen. Ansonsten wäre das Evangelium absolut keine gute Nachricht.
Das Evangelium (gute Nachricht) wird in der Bibel beschrieben als „Gottes Kraft zum Heil“ (Römer Kapitel 1, Vers 16).
Die erste Quelle für die Kraft ist Gottes Wort. Die Bibel ist eine mächtige Waffe, die uns hilft, Versuchungen zu widerstehen. Jesus selbst widerstand den Versuchungen Satans durch die Kraft von Gottes Wort (Matthäus Kapitel 4, Verse 1 bis 11).
Darum müssen wir es uns zu einer Gewohnheit machen, täglich in Gottes Wort zu lesen, damit Gott durch die Bibel zu uns sprechen und uns für die Kämpfe des täglichen Lebens stärken kann.
Die Bibel sagt jungen Menschen: „(..) weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt“ (1.Johannesbrief Kapitel 2 aus Vers 14).
Die zweite Kraftquelle ist der Heilige Geist Gottes, der in uns lebt. Er will immer in uns leben, um täglich mit uns zu sprechen, um uns für die alltäglichen Schwierigkeiten zu stärken und um uns zu helfen, Jesus als Seine Jünger zu folgen. Wir müssen Gott darum bitten, uns immer wieder mit dem Heiligen Geist zu füllen.
Der Herr Jesus Christus sagte: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel gibt, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!“ (Lukas Kapitel 11, Vers 13).
Die dritte Quelle der Kraft ist die Gemeinschaft mit anderen gleichgesinnten Christen.
Wenn viele Kohlen zusammen im Feuer liegen, kann es hell brennen. Aber wenn man ein Stück Kohle herausnimmt (sogar wenn es das ist, welches am hellsten geleuchtet hat), wird es schnell erlischen. So wird es auch mit uns geschehen, wenn wir versuchen ohne die Gemeinschaft mit anderen Christen alleine für Gott zu leben.
Aber hier müssen wir auch vorsichtig sein, denn nicht alle, die sich „Christen“ nennen sind wahre Christen.
Tatsächlich kann man sagen, dass 90% derer, die sich Christen nennen, keine Kinder Gottes sind (egal zu welcher christlichen Gruppe oder Glaubensrichtung sie gehören). Sie haben keine persönliche Entscheidung getroffen, ihre Sünden aufzugeben und Christus als Herrn ihres Lebens anzunehmen. Sie denken von sich, dass sie Christen sind, auf Grund ihrer Herkunft – weil sie in christliche Familien hineingeboren wurden.
Wir müssen solche Menschen meiden, die nur Namenschristen sind und unsere Gemeinschaft mit solchen Christen suchen, die durch Erfahrungen Christen geworden sind und die Jesus Christus in ihrem täglichen Leben nachfolgen wollen.
Wenn wir Christus als unseren Herrn und Retter annehmen, sagt uns die Bibel, dass wir von oben herab geboren werden, denn wir werden zu Kindern Gottes. Gott ist jetzt unser Vater. Und so wie ein irdischer Vater möchte auch Gott uns mit all dem versorgen, was für unser Leben auf der Erde nötig ist – sowohl geistlich als auch körperlich.
Der Herr Jesus Christus sagte, wenn wir Gottes Willen in unserem Leben zuerst suchen, würden alle anderen Dinge, die wir zum Leben auf der Erde brauchen, dazu gegeben werden.
Er sagte: „Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles benötigt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ (Matthäus Kapitel 6, aus den Versen 32 und 33).
Eines der größten Vorrechte, die ein Kind Gottes hat, ist das Gebet – zum allmächtigen Gott zu sprechen und zu hören, wie Gott durch Seinen Geist zu ihm spricht. Gewöhnlich spricht Gott nicht mit einer Stimme, die wir mit unseren Ohren hören können, sondern durch einen Eindruck auf unseren inneren Geist, der genauso real ist wie eine hörbare Stimme. Jesus ermutigt uns, Gott alles zu sagen, was unser Herz bedrückt. Viele Menschen leiden innerlich, weil sie niemanden haben, dem sie ihre Sorgen mitteilen können. Aber die Kinder Gottes haben einen Vater im Himmel, dem sie alles mitteilen können. Sie können Ihm auch darin vertrauen, dass Er sie mit allem versorgt, was sie zum Leben auf dieser Erde brauchen.
Der Herr Jesus Christus lehrte uns, Dinge dadurch zu verändern, dass wir Gott darum bitten, sie zu ändern. Das ist das Wunder des Gebetes. Wir müssen nicht fanatisch alles annehmen, was uns zustößt (indem wir sagen „Alles was geschieht ist der Wille Gottes“), wenn diese Dinge uns oder unserer Familie schaden. Fanatismus ist etwas ganz anderes als die Unterordnung unter den Willen Gottes. Wir werden dazu ermutigt, Gott um die Dinge zu bitten, die wir benötigen.
Das Versprechen in der Bibel heißt „Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach Seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus“ (Philipper Kapitel 4, Vers 19).
Aber wie jeder weise Vater wird Gott uns auch nicht alles geben, was wir wollen und worum wir Ihn bitten. Er wird uns nur das geben, was wir brauchen und wovon Er weiß, dass es gut für uns ist.
Gott ist ein guter Gott und Er möchte nicht, dass einem Seiner Kinder zu irgendeiner Zeit etwas Schlechtes zustößt. So können wir mutig zu Ihm gehen und Ihn darum bitten, uns von ALLEM Bösen zu retten.
Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die leiden weil andere Menschen sie mit schwarzer Magie verflucht haben. Wenn du dein Leben Christus gegeben hast, können dich solche satanischen Dinge nicht mehr verletzen. Wir können den Namen Jesus Christus benutzen (Er, der Satan besiegt hat), um Satan zu verjagen.
Keine Zauberei oder schwarze Magie kann dir oder deinen Kindern noch schaden, wenn du im Namen Jesu Christi widerstehst. Die Macht jeglicher Zauberei, die über dich ausgesprochen wurde, kann in diesem Moment verjagt werden – in genau dieser Sekunde – wenn du dich auf den Namen des Herrn Jesus Christus berufst, dich zu retten.
Die Bibel sagt, dass Jesus Satan besiegte und seine Macht weggenommen hat in dem Moment, als Er am Kreuz starb. Das ist bereits geschehen. Aber wie bei der Vergebung deiner Sünden, kann hier der Sieg über Satan keine Realität in deinem Leben werden, bis du es nicht selbst akzeptierst.
„(..) um durch den Tod (Jesu) den zunichte zu machen, der die Macht des Todes hat, das ist der Teufel, und um alle die zu befreien, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.“(Hebräer Kapitel 2, Verse 14 und 15).
„Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird vor euch fliehen.“ (Jakobus Kapitel 4, Vers 7).
Sogar nachdem wir Kinder Gottes geworden sind, wird Gott Satan noch immer erlauben, uns zu versuchen – denn so können wir stark werden. Aber jetzt haben wir die Kraft von Gottes Heiligem Geist, der in uns wohnt, um uns stark zu machen, damit wir den Attacken Satans widerstehen und sie überwinden können.
Gott hat nicht versprochen, dass das irdische Leben Seine Kinder frei sein würde von Versuchungen und Problemen. Nein.
Gott will, dass wir robust und stark sind und nicht wie die verzogenen Kinder reicher Eltern, die von Geburt an verwöhnt wurden. Und um uns stark zu machen, erlaubt Er es, dass wir in Versuchungen und Probleme hineingeraten, wie andere Menschen auch.
Aber in diesen Versuchungen lernen wir Gott besser kennen, wenn wir Seine wunderbare Hilfe in jeder Situation erleben.
Deutsche Übersetzung: Melanie Kindler
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