Englisch
Wort zur Woche
Dezember 2016 (4)
Es gibt einen Unterschied zwischen Gerechtigkeit tun und Gerechtigkeit lieben - Zac Poonen
(There Is a Difference between Doing Righteousness and Loving Righteousness)

Hier ist ein Vers, der uns zeigt, wie Jesus als ein Mensch auf Erden gelebt hat: „Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!“ (Hebr 1,9). Als Jesus auf der Erde lebte, lebte Er mit all den Beschränkungen von uns Menschen. Daher musste Er gesalbt werden. Gott, der Vater, muss nicht gesalbt werden. Und Jesus musste nicht gesalbt werden als Er im Himmel war. Aber als Er auf Erden lebte, musste Er gesalbt werden, um für uns ein Vorbild zu sein. In diesem Vers wird uns gesagt, warum Gott Jesus – mehr als uns, seine Gefährten – mit Freudenöl gesalbt hat. Es war in erster Linie aus einem Grund – Er liebte Gerechtigkeit und hasste Gesetzlosigkeit. Er liebte Reinheit und hasste Sünde.

Es gibt einen Unterschied zwischen Gerechtigkeit tun und Gerechtigkeit lieben. Ein Kind kann seinem Vater gehorchen, ohne Gehorsam zu lieben. Jesus hat nicht bloß Gerechtigkeit getan, Er hat Gerechtigkeit geliebt. Ebenso hat Jesus nicht bloß Sünde gemieden. Er hasste Sünde. AIDS ist eine der tödlichen Krankheiten, die sich Menschen heutzutage durch sexuelle Sünden zuziehen. Und daher begehen viele keine Unzucht, weil sie Angst haben, sich AIDS zuzuziehen. Sie hassen sexuelle Sünde nicht; sie haben bloß Angst, AIDS zu bekommen. In der gleichen Weise stehlen viele, die stehlen wollen, nicht, weil sie Angst davor haben, erwischt zu werden – nicht weil sie Stehlen hassen. Ebenso kannst du jede andere Sünde meiden ohne sie zu hassen. Aber wenn du mit dem Öl der Freude gesalbt werden möchtest, musst du Gerechtigkeit lieben und Sünde hassen. Es heißt hier, dass das der Grund war, warum Jesus mehr als alle anderen mit Freudenöl gesalbt war.

Bei Gott gibt es keine Parteilichkeit. Ein guter Vater wird seinen ältesten Sohn niemals mit größerer Gunst als seine anderen Kinder behandeln – bei ihm wird es keine Parteilichkeit geben. Was er für seinen ältesten Sohn tut, wird er für all seine Kinder tun. Gott der Vater ist auch so. Jesus wird der „Erstgeborene von vielen Brüdern“ genannt. Wir, die wir wiedergeboren wurden, sind Seine jüngeren Brüder. Jesus ist der älteste Sohn. Da Gott nicht parteiisch ist, wird Er für uns alles tun, was Er für Seinen ältesten Sohn, Jesus, getan hat. Was immer Gott für Jesus tat, wird Er auch für mich tun, wenn ich dieselben Bedingungen erfülle, die Jesus erfüllte. Das ist eine der großen Wahrheiten, die wir entdecken, wenn wir die Menschlichkeit Christi erkennen.

Wenn geschrieben worden wäre, dass Jesus mit Freudenöl gesalbt wurde, weil Er der Sohn Gottes war, würde uns das in keiner Weise ermutigt oder herausgefordert haben. Aber wenn wir lesen, dass Er gesalbt wurde, weil Er Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst hat – gibt uns das Hoffnung, dass auch wir in gleicher Weise gesalbt werden können, wenn auch wir Gerechtigkeit lieben und Sünde hassen. Daher müssen wir beten: „Herr, wirke durch den Heiligen Geist in meinem Herzen, damit ich nicht bloß Gerechtigkeit tue, sondern sie liebe; und dass ich nicht bloß Sünde meide, sondern sie hasse.“

Je mehr wir Gerechtigkeit lieben und je mehr wir Sünde in unserem Leben hassen, desto mehr werden wir mit der Freude des Heiligen Geistes erfüllt werden. Das Reich Gottes, das Gerechtigkeit und Freude in dem Heiligen Geist ist, wird kommen und unsere Herzen erfüllen (Röm 14,17). Dann werden wir in der Lage sein, dem Gebot zu gehorchen, dass uns aufträgt, uns „ALLEZEIT im Herrn zu freuen“ (Phil 4,4).

   
artikel | audio | über uns | kontakt

© Copyright - Christian Fellowship Church , Bangalore. (INDIEN)