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Wort zur Woche
Dezember 2016 (3)
Sünde bedeutet, „die Herrlichkeit Gottes zu verfehlen" - Zac Poonen
(Sin is “Coming Short of the Glory of God”)

Was ist die klarste Definition von Sünde?

In 1. Johannes 3,4 heißt es: „Sünde ist Übertretung des Gesetzes“ (Gesetzlosigkeit). Das bezieht sich auf Tatsünden.

In Jakobus 4,7 heißt es: „Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde.“ Das bezieht sich auf Unterlassungssünden.

Aber die klarste Definition von Sünde finden wir in Römer 3,23: Sünde bedeutet, „Gottes Herrlichkeit zu verfehlen“. Sünde besteht nicht bloß darin, die Zehn Gebote zu übertreten, noch sogar den Standard zu verfehlen, den Jesus in der Bergpredigt (Matthäus 5 bis 7) festgelegt hat. Es ist mehr als das. Es bedeutet, die Herrlichkeit Gottes zu verfehlen.

Was ist die Herrlichkeit Gottes? „Das Wort wurde Fleisch… und wir sahen seine Herrlichkeit… voller Gnade und Wahrheit“ (Joh 1,14). Die Herrlichkeit Gottes wurde im Leben Jesu Christi sichtbar. Wenn wir also diese beiden Verse (Johannes 1,14 und Römer 3,23) zusammenfügen, sehen wir, dass Sünde alles ist, was anders als Christus, was nicht christusähnlich, ist. Wer kann dann sagen, dass er völlig frei von Sünde sei? Niemand. Weil keiner von uns völlig wie Christus geworden ist.

Es sind jene Menschen, die ihre Definition von Sünde heruntergeschraubt haben, die sich einbilden, dass sie völlig frei von Sünde wären. Im Reich Gottes beträgt die Mindestnote nicht 40 %, sondern 100 %. Alles, was weniger als völlige Christusähnlichkeit ist, ist Sünde. Viele Christen glauben, dass sie nicht so schlimme Sünder wie andere sind. Aber das wäre so wie wenn sich ein Student, der bei einer Prüfung 2 % erreicht hat, für besser hält als ein anderer Student, der 1 % erreicht hat. Aber beide sind durchgefallen! Sogar wenn du es schafftest, in Gottes Reich 99 % zu erreichen, wärst du in derselben Klasse wie derjenige, der eine Null erhielt. „Wer alle Gesetze Gottes hält, aber nur einen kleinen Ausrutscher begeht, ist genauso schuldig wie derjenige, der alle Gesetze, die es gibt, gebrochen hat“ (Jak 2,10; frei übersetzt).

Nachdem ich in meinem Leben Tausende von Christen kennengelernt habe, kam ich zum Schluss, dass das grundlegende Problem der großen Mehrheit von ihnen darin besteht, dass sie sich selber nie als schmutzige, nichtsnutzige Sünder in Gottes Augen gesehen haben. Sie werden anerkennen, dass sie Sünder sind, aber nicht so schlimm wie einige andere. Das hindert sie daran, sich an der vollen Kraft des Heiligen Geistes für eine volle Errettung (von Sünde) in ihrem Leben zu erfreuen.

Viele Menschen meiden Sünde, weil sie die Strafe fürchten, die sie dafür erhalten werden. Aber wenn Gott jemanden sündigen sieht, denkt Er an die Herrlichkeit, die er verfehlt. Es gibt eine Herrlichkeit, die du in alle Ewigkeit verpassen wirst, wenn du irgendeine Sünde in deinem Leben tolerierst. Das Maß, in dem du Sünde in deinem Leben tolerierst, wird das Maß der Herrlichkeit sein, das du verpassen wirst.

   
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