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Wort zur Woche
Dezember 2016 (2)
Weihnachten – christlich oder heidnisch? - Zac Poonen
(Christmas – Christian or Pagan?)

Menschen werden mit Schafen verglichen. Schafe haben eine Tendenz, der Masse ohne Fragen zu folgen. Jesus kam jedoch und lehrte uns, alles anhand des Wortes Gottes zu prüfen. Die Pharisäer erhöhten menschliche Traditionen. Jesus erhöhte Gottes Wort. Der Mensch sollte von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes geht, leben (Mt 4,4).

Der Kampf, den Jesus mit den Pharisäern ständig ausfocht, war der jahrhundertelange Kampf von Gottes Wort kontra menschliche Traditionen. In der Kirche sind wir heute mit demselben Kampf befasst. Gottes Wort ist das einzige Licht, das wir auf Erden haben. Als Gott anfangs das Licht schuf, hat Er es gleich von der Finsternis geschieden. Die Finsternis symbolisiert beides – Sünde sowie auch menschliche Traditionen. Wir sind auch aufgerufen, diese beiden vom reinen Wort Gottes zu scheiden, damit es in der Kirche keine Vermischung gibt.

Betrachte das Weihnachtsfest, das von vielen Menschen als der Geburtstag von Jesus Christus gefeiert wird. Geschäftsinhaber aller Religionen freuen sich auf Weihnachten, denn es ist eine Zeit, wo sie viel Gewinn machen können. Es ist ein geschäftliches, kein christliches Fest. Millionen von Rupien werden für Weihnachtskarten und Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Der Verkauf von alkoholischen Getränken steigt zu dieser Zeit. Überall auf der Welt sind die Polizisten unterwegs, weil es auf den Straßen nie so viele Unfälle wie in der Weihnachtszeit gibt. Mehr Menschen kommen in dieser Zeit durch Unfälle auf der Straße in die Hölle als zu irgendeiner anderen Jahreszeit.

Ist das wirklich der Geburtstag des Sohnes Gottes oder der von einem „anderen Jesus“?

Schauen wir uns zuerst Gottes Wort an. Die Bibel sagt uns, dass in der Nacht, als Jesus in Bethlehem geboren wurde, Hirten mit ihren Schafen draußen auf dem Felde waren. Von Ende Oktober bis Februar ließen die Hirten in Palästina ihre Herden nachts nicht draußen auf offenen Feldern – denn das Wetter war sowohl regnerisch als auch kalt. Daher muss der wahre Jesus irgendwann zwischen März und September geboren worden sein. Der 25. Dezember muss dann der Geburtstag eines „anderen Jesus“ sein, der einer ahnungslosen Christenheit von Satan heimlich untergeschoben wurde!

Ferner, sogar wenn wir das genaue Datum von Jesu Geburt tatsächlich wüssten, wäre die Frage immer noch, ob Gott möchte, dass wir dieses Ereignis feiern. Maria, die Mutter Jesu, hätte das genaue Datum von Jesu Geburt sicher gewusst. Sie war nach dem Pfingstfest mit den Aposteln viele Jahre zusammen. Doch es gibt nirgendwo eine Erwähnung von Jesu Geburtsdatum. Was zeigt das? Einfach dies – dass Gott das Datum von Jesu Geburt ganz bewusst verbarg, weil Er nicht wollte, dass die Kirche diesen Tag feiert.

Wie hat dann Weihnachten seinen Eingang ins Christentum gefunden? Die Antwort lautet: Auf dieselbe Weise wie die Kindestaufe, das Priestergewerbe und eine Menge anderer menschlicher Traditionen durch das subtile Wirken Satans ihren Einzug gefunden haben.

Als Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion gemacht hatte, wurde eine große Zahl von Menschen nur „dem Namen nach“, ohne Veränderung des Herzens, Christen. Und sie wollten ihre Tradition, den Geburtstag ihres Sonnengottes am 25. Dezember zu feiern, nicht aufgeben, als die Sonne, die auf die Südhalbkugel gewandert war, ihre Rückreise begann (die Wintersonnenwende).

Die Encyclopaedia Brittanica sagt über den Ursprung von Weihnachten Folgendes:

„Der 25. Dezember war das Mithrasfest der unbesiegten Sonne von Philocalus. Weihnachtsbräuche sind eine Entwicklung aus Zeiten, die der christlichen Epoche vorausgingen – sie stammen von jahreszeitlichen, heidnischen, religiösen und nationalen Praktiken ab, die von Legenden und Traditionen umwoben sind. Das genaue Datum und Jahr von Christi Geburt wurde nie zufriedenstellend geklärt, aber als sich die Kirchenväter im Jahre 440 n.Chr. auf ein Datum verständigten, um das Ereignis zu feiern, wählten sie klugerweise (?) den Tag der Wintersonnenwende, der im Sinn der Menschen fest verankert und der ihr wichtigster Feiertag war. Als sich das Christentum unter der Bevölkerung heidnischer Länder ausbreitete, wurden die Praktiken der Wintersonnenwende mit denen des Christentums vermischt.“

Hinter der Feier von Weihnachten liegt das weit tödlichere Prinzip, den Traditionen der Menschen zu folgen, sogar wenn diese keine Grundlage in Gottes Wort haben. Die Macht der Tradition ist so stark, dass viele Gläubige, die der Heiligen Schrift in anderen Bereichen folgen, es weiterhin schwer finden, das Feiern von Weihnachten aufzugeben.

Es ist erstaunlich, dass viele Christen nicht bereit sind, zu akzeptieren, was sogar weltliche Autoren (wie die Autoren der Encyclopaedia Brittanica) klar verstanden haben – dass Weihnachten im Grunde ein heidnisches Fest ist. Du kannst einen Esel einen Löwen nennen, aber er ist immer noch ein Esel. Die Änderung des Namens macht ein Fest nicht christlich! Es gibt keinen Unterschied zwischen Weihnachten und einem anderen nicht-christlichen religiösen Feiertag.

Jesus befand sich mit den Pharisäern in einem ständigen Kampf über genau diese Frage – menschliche Traditionen kontra Gottes Wort. Ihm erwuchs mehr Opposition durch Seinen Widerstand gegen die leeren Traditionen „der Väter“ als aus Seiner Predigt gegen die Sünde. Wir werden feststellen, dass unsere Erfahrung dieselbe ist, wenn wir genauso treu sind wie Er.

Gottes Wort allein ist unsere Richtschnur und nicht das Beispiel von selbst gottesfürchtigen Männern in den Bereichen, wo sie nicht dem Wort Gottes folgen. „Gott ist wahrhaftig und alle Menschen sind Lügner“ (Röm 3,4).

David beispielsweise war ein Mann nach Gottes Herzen. Er erlaubte jedoch 40 Jahre lang, dass die Israeliten Moses‘ eherne Schlange anbeteten, ohne zu erkennen, dass dies für Gott ein Gräuel war. Er hatte nicht einmal Licht bezüglich eines solch offensichtlichen Götzendienstes. Es war ein viel geringerer König, Hiskia, der Licht erhielt, um diese götzendienerische Praxis zu entlarven und zu zerstören (2. Kön 18,1-4). Während wir also gottesfürchtigen Menschen in der Heiligkeit ihres Lebens nachfolgen können, dürfen wir ihnen in ihrem Mangel an Licht in Bezug auf menschliche Traditionen nicht folgen. Unsere Sicherheit liegt darin, der Lehre von Gottes Wort zu folgen und diesem nichts hinzuzufügen oder etwas davon wegzunehmen.

Wahre Geistlichkeit bedeutet, Jesus in allen Aspekten des Lebens zu nachzufolgen. Das beinhaltet in erster Linie, dass wir im täglichen Leben das Kreuz auf uns nehmen und dem Wort Gottes in der Kraft des Heiligen Geistes gehorchen. Es beinhaltet auch das Aufgeben aller menschlichen Traditionen, die man nicht im Neuen Testament findet. Gott möchte an jedem Ort ein reines Zeugnis haben – eine Kirche, die nicht nur frei von aller Sünde, sondern auch frei von allen babylonischen Traditionen ist.

Da Weihnachten jedoch gewöhnlich ein freier Tag für alle ist und die Tage vor und nach Weihnachten schulfrei sind, benutzen viele diese Zeit für Familientreffen – was etwas sehr Gutes ist.

Und ferner: Da einige Leute nur einmal im Jahr, am 25. Dezember, den Gottesdienst in der Kirche besuchen, ist es für Kirchen gut, an diesem Tag Gottesdienste abzuhalten, damit sie solchen Menschen das Evangelium verkünden und erklären können, warum Jesus auf die Erde kam: Um uns von unseren Sünden zu retten.

Aber den 25. Dezember als den Geburtstag Jesu zu feiern wäre die Fortsetzung der heidnischen Feier des Geburtstages des Sonnengottes.

Wahre Christen sind in der Tat jeden Tag ihres Lebens dankbar, dass Jesus geboren wurde – und nicht bloß an einem Tag im Jahr.

Zum Schluss ist es wichtig, sich zu erinnern, dass wir nicht geistlich werden, bloß weil wir Weihnachten nicht feiern. Und wer Weihnachten feiert, ist nicht unbedingt fleischlich.

Geistliche Menschen sind solche, die Jesus auf dem Weg der täglichen Selbstverleugnung nachfolgen und täglich mit dem Heiligen Geist erfüllt werden – ob sie nun Weihnachten feiern oder nicht.

Wenn wir daher Gläubige treffen, die Weihnachten feiern, müssen wir gütig genug sein und bedenken, dass sie in Bezug auf dessen heidnischen Ursprung ignorant sein mögen. Daher sündigen sie in keinerlei Weise, wenn sie Weihnachten feiern. Hingegen werden wir sündigen, wenn wir sie richten.

„Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er wird aber stehen bleiben; denn der Herr kann ihn aufrecht halten. Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner Meinung gewiss“ (Röm 14,4-5).

Das ist das letzte – und beste Wort – zu diesem Thema.

   
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