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Wort zur Woche
November 2016 (2)
Paulus konfrontiert Petrus, einen führenden Ältesten der Gemeinde - Zac Poonen
(Paul Confronting Peter, A Senior Leader of the Church)

In Galaterbrief 2,11 lesen wir davon, dass Paulus sogar Petrus zurechtgewiesen hat: „Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht“. Bedenke, dass Petrus der Mann war, der Paulus öffentlich willkommen geheißen hatte, da er erkannt hatte, dass sein Dienst von Gott gegeben war (2,9). Dennoch wies Paulus ihn zurecht. Wir sehen hier etwas Wundervolles an Petrus, Jakobus und Johannes. Paulus, der viel jünger war, begann einen größeren Dienst zu haben als sie – und sie hatten die Gnade es zu erkennen und ihn darin zu ermutigen. Man findet heutzutage sehr selten ältere Diener Gottes, die ebenso die Gnade haben, eine Salbung auf einem jüngeren Bruder zu erkennen. Danach konfrontierte Paulus Petrus, den führenden Leiter der Gemeinde, und sagte ihm, dass er falsch lag. Das ist so, als ob ein Nachwuchsmitarbeiter einen der höchsten Leiter seiner Denomination konfrontieren und ihm sagen würde: „Du liegst falsch.“

Warum gibt es so wenige Leute wie Paulus? Weil die meisten Christen diplomatisch sind und danach trachten, Menschen zu gefallen. Sie verwechseln ihre kompromissbereite Einstellung mit Sanftmut und Demut. Wenn es um die Wahrheit des Evangeliums geht, dürfen wir uns nicht um unseren Ruf sorgen. Die Wahrheit ist nicht unser Eigentum, sondern Gottes, und wir müssen sie verteidigen. Die meisten Christen heutzutage würden sich mit Händen und Füßen wehren, wenn es um ihr irdisches Eigentum ginge. Aber wenn es um Gottes Eigentum geht, die Wahrheit, die gestohlen wird, schweigen die meisten Christen. Das beweist, dass sie sich selbst lieben. Sie lieben weder Gott noch die Wahrheit. Aber Paulus liebte die Wahrheit.

Wenn jemand Paulus‘ Mantel oder Hemd gestohlen hätte, hätte er es ihm überlassen, aber wenn jemand die Wahrheit von Gottes Wort raubte, kämpfte er für die Wahrheit. So ist jeder gottesfürchtige Mann. Er sorgt sich mehr um Gottes Wahrheit, als um seinen eigenen Besitz. Wenn ihr alle Gottes Wahrheit genauso wie euren eigenen Besitz wertgeschätzt hättet, wärt ihr wahrscheinlich im Glauben viel weiter vorangeschritten. Ich bin der Meinung, dass es sehr wenige Menschen gibt, die bereit sind, für die Wahrheit einzustehen. Die meisten Prediger möchten Menschen gefallen, deswegen kann Gott sie nicht zu Seinen Propheten machen. Gott wird dich in vielen verschiedenen Umständen prüfen, um zu sehen, wem du gefallen möchtest. Gott prüfte Paulus hier, um zu sehen, ob er danach trachten würde, Petrus zu gefallen. Petrus war ein führender Apostel, aber was er tat, war falsch (Gal 2,12). Er pflegte mit den Heiden zu essen, aber als einige von Jakobus (dem Ältesten der Gemeinde in Jerusalem) kamen, fürchtete er, was Jakobus von ihm denken würde und zog sich zurück. In dieser Situation konfrontierte Paulus ihn. Selbst Barnabas wurde von Petrus‘ Heuchelei mit fortgerissen (Gal 2,13).

Barnabas war ebenso älter als Paulus. Er war eine sanftmütige und barmherzige Person. Möglicherweise dachte er: „Bruder Petrus ist ein führender Bruder, also werde ich nichts sagen und nicht über diesen Mann Gottes richten.“ Paulus Einstellung dagegen war: „Es geht nicht darum, ob er gottgefälliger ist als ich. Ich vergleiche mich nicht mit ihm. Was er tut ist im Gegensatz zu der Evangeliumsbotschaft, die wir predigen. Was ist falsch daran, mit den Heiden zu essen? Warum sollten wir uns davor fürchten, was Bruder Jakobus sagt?“

Fürchtest du dich ebenso vor der Meinung eines älteren Bruders? Weil es im 1. Jahrhundert mutige und furchtlose Männer wie Paulus gab, haben wir im Neuen Testament das reine Evangelium. Weil es in all den 20 Jahrhunderten furchtlose Männer gab, die für die Wahrheit des Evangeliums einstanden und nicht danach trachteten, Menschen zu gefallen, haben wir heute eine reine Evangeliumsbotschaft. Gott sei Dank für solche Männer!

   
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