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Wort zur Woche
Juli 2016 (3)
Geistliche Segnungen in der Himmelswelt - Zac Poonen
(Spiritual Blessings in the Heavenlies)

In Epheser 1,3 heißt es: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus.“ Beachte hier, dass all diese Segnungen geistlich sind, nicht materiell. Irdische Segnungen wurden den Israeliten unter dem alten Bund versprochen. Wir lesen davon in 5. Mose 28. Dies ist der Unterschied zwischen der Gnade, die Christus brachte und dem Gesetz, das Mose brachte. Wenn es einen Vers wie diesen im Alten Testament gäbe, würde der ungefähr so lauten: „Gelobt sei Gott der Allmächtige (nicht unser Vater), der uns gesegnet hat mit allem materiellen Segen auf Erden durch Mose.“ Also solche Gläubige, die in erster Linie nach körperlicher Heilung und materiellem Segen trachten, kehren eigentlich wieder zum alten Bund zurück. Solche „Gläubige“ sind in Wirklichkeit Israeliten und keine Christen. Sie folgen Mose und nicht Christus. Bedeutet dies, dass Gott Gläubige heute nicht materiell segnet? Doch, er tut es, aber auf eine andere Art. Während sie als Erstes nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit trachten, wird für ihre irdischen Bedürfnisse gesorgt werden. Unter dem alten Bund trachteten die Menschen nur nach irdischen Dingen und sie bekamen reichlich davon – viele Kinder, großen Grundbesitz, viel Geld, Sieg über die Feinde, Ehre und Position auf Erden etc. Aber unter dem neuen Bund trachten wir nach geistlichen Segnungen – geistliche Kinder, geistlichen Reichtum, geistliche Ehre, geistliche Siege (über Satan und das Fleisch, und nicht über die Philister oder irgendwelche Menschen). Unsere irdischen Bedürfnisse, wie Gesundheit und Geld, die wir brauchen um den Willen Gottes zu tun, werden uns hinzugefügt. Gott wird uns so viel Geld geben, wie er weiß, dass es uns nicht zerstören wird. Unter dem alten Bund hat Gott vielleicht einige Menschen zu Milliardären gemacht, aber heute macht er das nicht für uns, weil es uns davon abhalten könnte, nach den obigen Dingen zu trachten – und uns somit zerstören würde.

Viele Gläubige haben den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Bund nicht verstanden. Darum trachten sie immer noch nach Dingen, die Gott den Menschen unter dem alten Bund versprochen hat. Leute, die aus der Bibel über Wohlstand predigen, sind sehr wählerisch in dem, worüber sie predigen. Zum Beispiel versprach der alttestamentliche Segen in 5. Mose 28,11, dass Gott die Israeliten mit viel Geld sowie mit vielen Kindern segnen würde. Aber diese Prediger predigen nicht über den zweiten Teil des Satzes. Das beweist ihren Mangel an Integrität. Ich habe noch keinen Wohlstandsprediger darüber predigen gehört, dass Gott sein Volk mit vielen Kindern segnen wird. Diese Tatsache allein reicht aus, um zu beweisen, dass sie Verführer ersten Ranges sind. Sie predigen materiellen Wohlstand, weil sie ihren immensen Reichtum (den sie durch das Geldeinsammeln bei armen Leuten erworben haben) rechtfertigen wollen. Dies tun sie, indem sie einen irrelevanten alttestamentlichen Vers zitieren. Lass dich nicht von solchen Predigern verführen. Die Worte „geistlicher Segen“ in Kapitel 1,3 könnten auch mit „Segen des Heiligen Geistes“ übersetzt werden. Gott hat uns in Christus bereits jede Segnung des Heiligen Geistes bereitgestellt. Wir müssen sie nur im Namen Jesu in Anspruch nehmen. Stell dir eine Bettlerin, die bettelnd am Straßenrand sitzt, vor. Ein reicher Prinz kommt vorbei und entscheidet sich, sie zu heiraten und überweist mehrere Millionen Rupien auf ein Konto – von welchem sie nach Belieben jederzeit Geld abheben kann. Was für ein Glück sie hat! Einst hatte sie nichts außer eine kleine Blechdose mit ein paar Münzen drin. Aber nun lebt sie im großen Stil mit den feinsten Kleidern. Sie kann jeden beliebigen Geldbetrag von der Bank abheben, weil sie so viele blanke Schecks, vom Prinzen unterschrieben, besitzt. Dies ist ein Bild von uns, geistlich gesprochen. Wir können nun zu der himmlischen Bank gehen und jede einzelne Segnung des Heiligen Geistes beanspruchen, weil sie in Christi Namen alle uns gehören. Alles im Himmel gehört uns in Christus, wenn wir in der bräutlichen Beziehung zu ihm bleiben, wenn wir sagen können: „Herr, ich will dir alle Tage auf dieser Erde treu sein, als deine Braut.“ Dann gehört jede Segnung des Heiligen Geistes uns. Wir müssen nicht versuchen, Gott zu überzeugen, dass wir irgendeine der geistlichen Segnungen verdienen, weil wir keine davon verdienen. Kannst du dir vorstellen, dass die Bettlerin denken würde, sie hätte all diesen Reichtum verdient? Auf keinen Fall. Alles was wir empfangen ist durch Gottes Barmherzigkeit und Gnade. Wir können alle himmlischen Segnungen entgegennehmen, weil sie uns alle in Christus umsonst gegeben wurden. Wir können sie nicht durch unser Fasten oder unsere Gebete verdienen. Viele empfangen die Segnungen des Heiligen Geistes nicht, weil sie versuchen, sie auf diese Art zu verdienen! Auf diese Weise können wir sie nicht empfangen. Wir müssen sie alleine aufgrund Christi Verdienst annehmen.

Ich erinnere mich daran, wie der Herr mich diese Lektion gelehrt hat, als ich einmal für ein irdisches Bedürfnis betete. Ich sagte: „Herr, ich habe dir so viele Jahre gedient, also bitte tu dies für mich.“ Der Herr sagte: „Nein, ich werde es nicht tun, wenn du in deinem eigenen Namen kommst.“ An diesem Tag verstand ich, was es bedeutet im Namen Jesu zu beten. An diesem Tag erkannte ich, dass der Neubekehrte, der gerade erst zum Glauben kam und ich, der 1959 zum Glauben kam, auf genau derselben Basis zu Gott kommen müssen – aufgrund Christi Verdienst allein. Er muss zu der himmlischen Bank kommen mit einem Scheck, unterschrieben von Jesus Christus. Ebenso, kann auch ich nur mit einem Scheck, unterschrieben von Jesus Christus, kommen. Wenn ich zu Gott komme und sage, dass ich ihm so viele Jahre schon treu bin, komme ich zu der himmlischen Bank mit einem Scheck, unterschrieben von mir – und die himmlische Bank wird ihn ablehnen. Das ist der Grund, warum viele unserer Gebete nicht erhört werden. Wir kommen nicht in Jesu Namen, sondern in unserem. Wir denken, dass Gott uns erhören sollte, weil wir so viel für ihn geopfert haben. Selbst wenn wir 70 Jahre lang treu für ihn gelebt haben, können wir nur aufgrund derselben Basis wie ein Neubekehrter kommen – in Jesu Namen. Ich danke Gott für diese Offenbarung, weil ich danach nie wieder einen Scheck zu Gott gebracht habe, der unterschrieben wurde in meinem Namen! Wenn ich versucht bin, das zu tun, sage ich mir: „Dieser Scheck wird nie eingelöst werden. Lass mich in Jesu Namen kommen und aufgrund seines Verdienstes allein.“ Also gehört jede Segnung des Heiligen Geistes im Himmel durch Christus uns.

   
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