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Wort zur Woche
Juni 2016 (4)
Lernen und nachfolgen - Zac Poonen
(Learning and Following)

„Als Jesus aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“ (Mk 1,16-17). Entlang der Küste von Galiläa gab es Hunderte von Fischern. Er hat nicht alle von ihnen gerufen. Er rief nur vier – Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes. Wir sind berufen, Zeugen für Christus zu sein. Aber um in den hauptberuflichen Dienst für den Herrn einzutreten, muss man speziell vom Herrn berufen sein. Du kannst nicht sagen: „Ich möchte ein Evangelist und Lehrer sein.“ Gott muss dich für diesen Dienst berufen und dich dafür ausbilden. Gott ruft auch heute noch seine Diener auf souveräne Weise. Jeder Dienst im Leib Christi ist wichtig, genauso wie jeder Teil des menschlichen Körpers wichtig ist. Einige Teile wie das Gesicht kann man sehen, wohingegen andere wie die Nieren und die Leber unsichtbar sind. Auch im Leib Christi sind einige Dienste sichtbarer als andere.

„Ein Jünger ist ein Lernender (Schüler) und ein Nachfolger. Er muss sein ganzes Leben lang von Jesus lernen und ihm nachfolgen.“

In Matthäus 11,29 sagte Jesus: „Lernt von mir.“ In Markus 1,7 sagte er: „Folgt mir nach.“ Das sind die beiden Dinge, die ein Jünger tun muss. Ein Jünger ist ein Lernender und ein Nachfolger. Sein ganzes Leben hindurch muss er von Jesus lernen und ihm nachfolgen. Beim Militär marschieren sie indem sie rufen: „Links, rechts, links, rechts.“ Wir müssen sagen: „Lernt, folgt nach, lernt, folgt nach“ – bis Christus zurückkehrt. Wenn du nur lernst, aber nicht nachfolgst, wirst du wie ein Mann sein, der nur mit seinem linken Fuß zu gehen versucht, indem er nach dem Befehl „Links, links, links, links“ marschiert! Aber ein wahrer Jünger Jesu lernt und praktiziert dann was er gelernt hat. Wenn du nicht praktizierst, was du lernst, dann wirst du nur andere wie dich hervorbringen – die auf einem Fuß gehen. Wir können nie sagen, dass wir genug gelernt haben. Bis zum Ende unseres Lebens müssen wir von Jesus lernen.

Der zweite Teil dieses Verses ist eine Verheißung. „Wenn ihr mir nachfolgt, werde ich euch…“ Denkt an diesen Ausdruck, „werde ich euch“. Das ist wie ein Töpfer, der ein Gefäß anfertigt. Töpfer machen nicht alle Gefäße in derselben Form. Gott macht uns auch in verschiedenen Formen. Bitte Gott nie darum, dass er deinen Dienst in der Form eines anderen Bruders macht. Gott wird das niemals tun, weil er jedes Gefäß in einer einzigartigen Form anfertigt. Wenn du jemandes anderen Dienst haben möchtest, wirst du die Form, die Gott aus dir zu machen versucht, behindern.

Ich habe den Leuten in unserer Gemeinde wiederholt gesagt: „Versuche nie, meinen Dienst nachzuahmen – weil Gott möchte, dass du einzigartig bist. Er möchte, dass du du bist.“ Gott möchte nur eine Person wie mich in seiner Gemeinde haben – und er möchte eine Person wie dich.

Wenn du dem Herrn nachfolgst, wird er dich zu dem machen, was du sein solltest. Das ist die Verantwortung des Herrn. Im Falle dieser Männer war es Gottes Plan, sie zu Menschenfischern zu machen. In deinem Falle mag es etwas anderes sein – vielleicht ein Helfer in der Gemeinde. Einige sind berufen, Apostel zu sein, einige sind berufen Propheten zu sein, und einige sind berufen, Evangelisten zu sein. Evangelisten sind die Menschenfischer. Einige, wie Paulus sind alles: Apostel, Prophet, Lehrer, Hirte und Evangelist. Aber es kommt selten vor, dass Gott einer Person all diese speziellen Gaben gibt. Die meisten von uns haben nur eine Gabe. In der Frühkirche mussten die Apostel viele Gaben haben, weil es so wenig begabte Menschen in der Gemeinde gab. Aber als sich die Gemeinde ausbreitete, hat Gott die Gaben breiter verteilt. Aber was immer deine Gabe ist, das Prinzip gilt noch immer: „Wir müssen dem Herrn erlauben, uns zu dem zu machen, was wir nach seinem Willen sein sollten.“

   
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