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Wort zur Woche
Juni 2016 (3)
Drei geistliche Ehen - Zac Poonen
(Three Spiritual Marriages)

In Römer, Kapitel 7, spricht Paulus über die Person, die ein Verlangen nach Sieg über die Sünde hat und ein heiliges Leben führen möchte, die aber nicht versteht, wie sie das tun soll. Der Heilige Geist benutzt hier das Bild von der Ehe (V. 4). Als wir unbekehrt waren, waren wir mit dem alten Menschen verheiratet. Nach unserer Bekehrung machten wir den Fehler, das Gesetz statt Christus zu heiraten. Jeder Christ macht diesen Fehler, wenn er nach Sieg über die Sünde strebt. Er versucht zuerst den Sieg über die Sünde aus eigener Kraft zu erreichen – das bedeutet es, mit dem Gesetz verheiratet zu sein. In den Kapiteln 6 und 7 sehen wir diese drei geistlichen „Ehen“ – zuerst die Ehe mit dem alten Menschen, dann die Ehe mit dem Gesetz und schließlich die Ehe mit Christus.

„Nun, da ihr mit Christus gestorben seid, seid ihr nicht mehr ans Gesetz gebunden. Gott hat euch von den Toten auferweckt, sodass ihr mit Christus verheiratet werden könnt“ (Röm 7,4; frei übersetzt).

Der alte Mensch kann mit einem bösen Ehemann verglichen werden, der seine Frau schlägt, sie zu einer Prostituierten macht und ihr Leben und ihr Glück zerstört. Diese verprügelte Ehefrau sehnt sich danach, von diesem bösen Ehemann befreit zu werden. Eines Tages ist ihr Ehemann – der alte Mensch – tot. Sie ist wiedergeboren! Nun ist sie frei, wieder zu heiraten. Aber statt Christus zu heiraten, macht sie den Fehler, jemanden zu heiraten, der wie Christus aussieht – das Gesetz.

Das Gesetz ist vollkommen, und daher ist es leicht, das Gesetz mit Christus zu verwechseln, weil es perfekte Gerechtigkeit verlangt. Das Gesetz ist nicht wie der alte Mensch. Es hämmert nicht auf die Frau ein, schlägt sie auch nicht und bereitet ihr in keiner Weise Kummer. Aber es verlangt Vollkommenheit. Du musst um 6 Uhr morgens unverzüglich aufstehen. Du musst das Frühstück pünktlich um 8.00 Uhr auf dem Tisch haben. Es darf nicht 8.01 Uhr sein, sondern exakt 8.00 Uhr. Das ist Vollkommenheit. Jeder Bereich des Hauses muss absolut ordentlich und sauber sein. Die Schuhe müssen am richtigen Platz stehen, die Kleider müssen ohne irgendeinen Flecken gewaschen und auch perfekt gebügelt sein.

Das Gesetz fordert dich nie auf, etwas Böses zu tun. Aber wie viele von euch, junge Schwestern, würden gerne mit einem solchen Mann verheiratet sein, der in jedem Bereich eine solche Vollkommenheit verlangt? Das Gesetz zu heiraten, nachdem man mit dem alten Menschen verheiratet war, ist so ähnlich als ob man von der Bratpfanne ins Feuer hineinspringt. Er ist ein guter Mann, aber er ist so fordernd. Er fordert von dir nie etwas Böses, aber du kannst seinen Ansprüchen nie gerecht werden. Dann erkennst du, dass du den falschen Mann geheiratet hast. Was kannst du nun tun? Das Gesetz – Gottes Gesetz – kann niemals sterben! Hier ist ein Ehemann, der gesund und stark ist und ewig leben wird. „Die verheiratete Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt“ (Röm 7,2). Daher gibt die Frau jede Hoffnung auf, jemals glücklich zu sein.

Dann tut Gott etwas Wunderbares. Er lässt die Frau sterben, und das hebt das Ehegelübde auf. Das erste Mal war es der Mann (der alte Mensch), der starb. Nun ist es die Frau (du), die stirbt. „Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet durch den Leib Christi, sodass ihr einem andern angehört, nämlich dem, der von den Toten auferweckt ist…“ (Röm 7,4; LUT). Nun, da du mit Christus dem Gesetz gestorben bist, bist du nicht mehr länger ans Gesetz gebunden. Und Gott erweckte dich von den Toten auf, damit du mit Christus die Ehe eingehen kannst. Das ist die dritte Ehe – und es ist eine herrliche! Aber auch Christus ist sehr fordernd. Er ist so perfekt wie das Gesetz und sagt: „Das Frühstück muss exakt um 8.00 Uhr auf dem Tisch sein – nicht um 8.01 Uhr. Alles muss blitzsauber sein. Das Haus muss aufgeräumt sein, usw. Seine Maßstäbe sind nicht niedriger als die Maßstäbe des Gesetzes. In der Tat, sie sind höher. Das Gesetz sagte bloß: „Du sollst nicht ehebrechen.“ Aber Christus sagt: „Du sollst in deinem Herzen nicht einmal nach einer Frau gelüsten.“ Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Christus und dem Gesetz. Christus sagt: „Lasst uns das Frühstück gemeinsam machen – du und ich.“ Er möchte, dass wir alles in Partnerschaft mit ihm tun.

Nehmen wir an, du bist eine dieser untüchtigen Frauen, die das Frühstück erst um 1.00 Uhr nachmittags auf den Tisch kriegen! Der Herr wird dich nicht verurteilen und dich nicht wie das Gesetz zurückweisen. Er sagt: „Macht nichts, wir werden zusammenarbeiten und du wirst dich verbessern.“ Und so arbeitet der Herr mit dir und in ein paar Tagen schaffst du es, das Frühstück um 11.00 Uhr morgens vorbereitet zu haben. Der Herr sagt: „Wunderbar! Wir haben es von 1.00 Uhr nachmittags auf 11 Uhr vormittags geschafft. Eines Tages werden wir es schaffen, das Frühstück um 8.00 Uhr bereit zu haben. Wir werden uns nach Vollkommenheit ausstrecken.“ Wenn du Schwierigkeiten hast, die Kleider zu waschen und immer noch Flecken darauf bleiben, sagt der Herr: „Macht nichts, wir werden auch auf diesem Gebiet arbeiten.“ Das nächste Mal, wenn du die Kleider wäschst, wirst du feststellen, dass mit seiner Hilfe weniger Flecken darauf sind. Der Herr ist entschlossen, mit dir zu arbeiten, bis kein einziger Fleck mehr auf irgendeinem deiner gewaschenen Kleider zu finden ist – er wird mit dir arbeiten, bis du Vollkommenheit erreichst.

Siehst du, wie der Herr mit seiner Braut arbeitet? Er gibt dir nicht bloß Gebote, wie es das Gesetz tut. Er arbeitet mit uns – wir sind seine Mitarbeiter. Einen solchen Ehemann haben wir in Jesus.

   
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