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Wort zur Woche
Mai 2016 (3)
Wertschätzung und Ermutigung - Zac Poonen
(Appreciation and Encouragement)

In Matthäus, Kapitel 8, lesen wir von einigen Wundern, die Jesus tat. Er predigte nicht nur, sondern kümmerte sich auch um Menschen. Er berührte Aussätzige, die sonst niemand anrühren wollte. Er heilte sie dadurch nicht nur, sondern vermittelte ihnen das Gespür, dass sie wertvoll waren. Wir lesen hier von einem römischen Hauptmann, der so demütig und so voller Glauben war, dass er, als Jesus sagte, er würde in sein Haus kommen, um seinen Knecht zu heilen, ausrief: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du in mein Haus kommst. Sprich nur ein Wort, dann wird es geschehen.“ Glaube und Demut gehen stets Hand in Hand. Jesus sagte umgehend: „Einen solchen großen Glauben habe ich bei keinem Menschen in Israel gefunden“ (Mt 8,10).

Jesus war ein Meister darin, Menschen wertzuschätzen und zu ermutigen. Er lobte Petrus einmal öffentlich mit den Worten: „Gesegnet bist du, Simon, Sohn des Jona; mein Vater im Himmel hat dir das offenbart“ (Mt 16,17). Er lobte Nathanael mit den Worten: „Hier ist ein Mensch, in dem keine Falschheit ist“ (Joh 1,47). Jesus war in seiner Wertschätzung für Menschen verschwenderisch, obwohl keiner von ihnen perfekt war. Der römische Hauptmann, Petrus und Nathanael waren alles unvollkommene Menschen. Doch Jesus fand bei ihnen allen etwas, was er wertschätzten konnte. Er hat nicht gezögert, das Gute zu loben, das er in einem unbekehrten, militärischen Hauptmann, der Götzen anbetete, fand, der nichts von der Bibel oder dem wahren Gott wusste. Denkst du, dass der römische Hauptmann je für den Rest seines Lebens die Worte, die Jesus sprach, vergessen hat? Er muss von diesen Worten so ermutigt gewesen sein, dass es mehr als wahrscheinlich ist, dass er ein voll hingegebener Jünger Jesu wurde.

Wir können davon etwas über wahre Frömmigkeit und über das Himmelreich lernen. Die Kinder Adams sind Geizkragen, wenn es darum geht, andere wertzuschätzen und Meister darin, andere zu kritisieren. Wir sind zögerlich, Menschen öffentlich zu wertschätzen, aus Angst davor, dass sie aufgeblasen werden. Wir können nicht einmal gottesfürchtige Menschen echt wertschätzen. Die meisten Christen haben diese Gewohnheit von Christus nicht gelernt. Wir dürfen sicherlich niemandem schmeicheln, denn Schmeichelei ist etwas Satanisches. Aber echte Wertschätzung ist eine göttliche Eigenschaft. Wenn ein gottesfürchtiger Mensch einem anderen Bruder ein Wort der Wertschätzung gibt, könnte dieses einfache Wort ihn ermutigen, Jesus von ganzem Herzen nachzufolgen.

   
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