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Wort zur Woche
März 2016 (4)
Drei gefährliche Sünden - Zac Poonen
(Three Dangerous Sins)

1. Unreinheit

Unreinheit dringt hauptsächlich durch unsere Augen und Ohren in unser Herz ein. Diese Unreinheit kommt dann aus unserem Herzen heraus und drückt sich durch die verschiedenen Glieder unseres Leibes aus – hauptsächlich durch die Zunge und durch unsere Augen. Jeder, der nach Reinheit strebt, muss daher besonders darauf achten, was er sieht und was er hört. Jesus hasste Unreinheit so sehr, dass er seinen Jüngern sagte, dass sie bereit sein sollten, ihr rechtes Auge auszureißen und die rechte Hand abzuhauen, statt mit diesen Gliedern zu sündigen (Mt 5,27-29).

Wann empfehlen Ärzte die Amputation der rechten Hand oder die chirurgische Entfernung eines Auges? Nur wenn die Dinge so schlimm geworden sind, dass der ganze Körper sterben wird, wenn diese Organe nicht entfernt werden. Diesen Punkt müssen wir auch in Zusammenhang mit der Sünde sehen. Sünde ist so ernst, dass sie unser Leben gefährdet. Die meisten Christen haben das nicht erkannt und deswegen sind sie in der Art und Weise, wie sie ihre Zunge und ihre Augen gebrauchen so leichtsinnig. Wenn wir versucht werden, mit unseren Augen und unserer Zunge zu sündigen, müssen wir wie blinde und wie stumme Menschen sein. Das ist die Schlussfolgerung aus Jesu Worten.

2. Unglaube

Aber die Bibel bezeichnet ein ungläubiges Herz als ein BÖSES Herz (Hebr 3,12). Jesus wies seine Jünger siebenmal wegen Unglaubens zurecht (siehe Mt 6,30; 8,26; 14,31; 16,8; 17,17-20; Mk 16,14; Lk 24,25). Es scheint so, dass er Seine Jünger fast nie wegen irgendetwas anderem getadelt hat! Unglaube ist eine Beleidigung Gottes, weil er unterstellt, dass Gott sich nicht einmal so viel um seine Kinder kümmert oder sie versorgt, wie sogar böse Väter auf Erden sich um ihre Kinder kümmern und sie versorgen. Es wird heute auch ein falscher Glaube als ein Mittel, Dinge von Gott zu erhalten, gepredigt. Aber das ist nicht der Glaube, den Jesus predigte. Er möchte, dass wir in unserem täglichen Leben im Glauben leben. Der Sieg über Depression, schlechte Launen und Entmutigung kann nur erreicht werden, wenn wir Glaube an einen lebendigen Vater im Himmel und an seine wunderbaren Verheißungen haben, die er uns in Seinem Wort gegeben hat. Wir lesen zweimal, dass Jesus sich wunderte – einmal als er GLAUBEN sah und einmal als er UNGLAUBEN sah! (Mt 8,10; Mk 6,6).

Jesus war jedes Mal begeistert, wenn er Glauben in Menschen sah. Und er war enttäuscht, wenn er sah, dass Menschen nicht bereit waren, an einen liebevollen Vater im Himmel zu glauben.

3. Geistlicher Stolz

Geistlicher Stolz ist die am weitesten verbreitete Sünde unter Menschen, die nach Heiligkeit streben. Wir alle kennen das Gleichnis des selbstgerechten Pharisäers, der andere sogar in seinem Gebet verachtete! (Lk 18,9-14). Es ist mehr als wahrscheinlich, dass 90 Prozent aller öffentlichen Gebete von Christen hauptsächlich dazu dienen, andere Menschen, die zuhören, zu beeindrucken und dass diese Gebete überhaupt nicht an Gott gerichtet werden. Der Pharisäer in diesem Gleichnis mag in seinem äußerlichen Leben nicht so böse wie andere Sünder gewesen sein. Aber Jesus hasste den Stolz, mit dem er über seine geistlichen Aktivitäten nachdachte und mit dem er andere verachtete. Es ist geistlicher Stolz, der Christen dazu veranlasst, andere Christen ständig zu richten.

Der Zöllner jedoch, der sich selber als DEN Sünder sah – schlimmer als alle anderen – wurde von Gott angenommen. Alle, die Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden, werden sich selber zu einer bestimmten Zeit als den schlimmsten aller Sünder gesehen haben.

Jesus lehrte, dass die größte Person im Himmel die demütigste sein würde (Mt 18,4). Die größte Tugend, die es im Himmel gibt, ist Demut. Wir sehen im Buch der Offenbarung, dass alle die, die im Himmel eine Krone erlangen, diese gleich wieder vor dem Herrn niederlegen und anerkennen, dass er allein jede Krone verdient (Offb 4,10-11).

Jesus sagte, dass selbst wenn wir es schaffen würden, JEDES EINZELNE Gebot Gottes zu halten, wären wir immer noch unnütze Knechte, die nicht mehr als das getan haben, als was von uns erwartet wurde (Lk 17,10). Was sollen wir dann über unseren Zustand sagen, wenn wir so oft straucheln?

   
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