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Wort zur Woche
März 2016 (2)
Zeige Barmherzigkeit aus Dankbarkeit heraus - Zac Poonen
(Show Mercy Out of Gratitude)

Wir dürfen das Wunder der Vergebung, das uns der Herr so reichlich gewährt hat, niemals vergessen. UNSER GANZES LEBEN MUSS NUN ALS EIN AUSDRUCK DER DANKBARKEIT GEGENÜBER DEM HERRN FÜR ALLES, WAS ER FÜR UNS AM KREUZ VON GOLGATHA GETAN HAT, GELEBT WERDEN. Unter dem Gesetz dienten die Menschen dem Herrn durch die Androhung von Gericht. Unter der Gnade sollen wir dem Herrn durch die Kraft der Dankbarkeit dienen.

In Matthäus 18,23-35 erzählte Jesus seinen Jüngern ein Gleichnis von einem gütigen König, der seinem Knecht eine große Schuld in Höhe von umgerechnet etwa 300 Millionen Rupien erließ. Die Schuld des Knechtes war so groß, dass er sie Zeit seines Lebens oder in künftigen Generationen nie würde zurückzahlen können. Daher hätte er für die Vergebung, die er empfangen hatte, extrem dankbar sein sollen.

Aber er gab anderen nicht im selben Maß wieder, wie er selbst empfangen hatte. Er ging vom Angesicht seines Herrn weg und ging umgehend zum Haus eines anderen Mannes, der ihm 60.000 Rupien schuldete. Nun sind 60.000 Rupien sicherlich keine kleine Geldsumme, die wir leicht übersehen könnten. Aber es war im Vergleich zu den 300 Millionen Rupien, die ihm vergeben worden waren, nur ein Tropfen im Ozean! Aber was hat dieser Mann getan? Er „packte den anderen Mann und würgte ihn und verlangte sofortige Rückzahlung“. Als der andere Mann nicht zurückzahlen konnte, ließ er ihn festnehmen und ins Gefängnis werfen. Dies wurde dem König berichtet, der den unbarmherzigen Knecht umgehend zu sich rief, ihn einen „bösen Schurken“ nannte und ihn den Folterknechten übergab, bis er den ganzen Betrag zurückgezahlt hatte. Dann sagte Jesus: „So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr einander nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder“ (Mt 18,35).

Der König in diesem Gleichnis wollte, dass sein Knecht aus Dankbarkeit heraus Barmherzigkeit erweist. Erst als der Knecht nicht aus Dankbarkeit für die Barmherzigkeit, die er selber empfangen hatte, handelte, wandte der König die Methode Nr. 2 an – die Folter. Gott tut dasselbe. Er wünscht sich vor allem, dass wir anderen aus einer Einstellung der Dankbarkeit heraus für das, was er für uns getan hat, vergeben. Wenn wir auf diesen Ruf der Gnade nicht reagieren, dann stellt Gott uns unter das Gesetz, in der Hoffnung, dass wir zumindest auf die Drohungen des Gesetzes hören. Dann versucht er uns zu lehren, anderen zu vergeben, indem er uns den Folterknechten übergibt. Der Grund, warum so viele Christen nie in der Lage zu sein scheinen, in die Sabbatruhe Gottes einzugehen und warum sie in ihrem Verhalten unstet und unberechenbar, düster, mürrisch, deprimiert und reizbar sind, liegt darin, dass sie anderen nicht vergeben haben. Die Folterknechte wirken in ihrem Geist.

Wenn die Pharisäer, die die beim Ehebruch ertappte Frau zu Jesus brachten, angefangen hätten, diese arme Frau zu steinigen, wäre Jesus vor dieser Frau gestanden und hätte die Steine selbst empfangen und gesagt: „Tötet mich zuerst“. Genau das tat er für uns auf Golgatha. Er stand vor uns und empfing die „Steine“, die wir hätten empfangen sollen. Der Geist Christi ist der Geist des Neuen Bundes, und er ist das genaue Gegenteil vom Geist der Pharisäer. Nur jemand, der den Geist Christi hat, kann in ein Leben des fortwährenden Glücks eintreten.

Eine wahre Geschichte mit dem Titel „Die Atombombe der Liebe“ wurde vor einigen Jahren über einen Christen in Korea veröffentlicht, dessen Sohn von einem kommunistischen Jugendlichen erschossen wurde. Dieser gottesfürchtige Vater ging hin, suchte den Mörder seines Sohnes und vergab ihm nicht nur, sondern adoptierte ihn als seinen eigenen Sohn und zog ihn groß. Ein solcher Mensch hat den „neuen und lebendigen Weg“ gewiss viel besser verstanden als viele, die bloß die Doktrin und die Schriftstellen kennen! Jesus lehrte den Weg nicht als eine Doktrin. Er beschritt diesen Weg während seines ganzen Lebens. Er liebte die, die ihn hassten in einem solchen Ausmaß, dass er sein Lebensblut gab, um sie zu retten. Das ist der neue und lebendige Weg.

Wir sind nun aufgerufen, in Jesu Fußstapfen zu treten – sodass wir niemandem einen Fluch auferlegen, indem wir ihm Böses wünschen, sondern indem wir die, die uns fluchen, segnen. Die Welt ist voller Menschen, die anderen Böses wünschen und die herumgehen, um andere zu verfluchen, anzuklagen und Böses über andere zu reden. Lasst uns stattdessen umhergehen und Menschen Gutes tun, sie segnen und freilassen.

   
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