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Wort zur Woche
Februar 2016 (4)
Jeder Jünger Jesu sollte ihn öffentlich bekennen - Zac Poonen
(Every Disciple of Jesus Should Acknowledge Him Publicly)

In Offenbarung 14,1 heißt es: „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn.“

Was wir hier sehen ist ein auffallender Gegensatz zu dem, was wir gerade in Kapitel 13 gelesen haben. Dort sahen wir, dass der Antichrist Menschen die Wahl anbot, ihn öffentlich (Zeichen auf der Stirn) oder heimlich (Zeichen auf der Hand) anzuerkennen. Aber hier sehen wir, dass der Herr seinen Jüngern keine solche Wahl anbietet. Jeder Jünger Jesu muss ihn öffentlich bekennen. Das Zeichen MUSS allein auf ihrer Stirn sein.

Wir sind nicht berufen, heimliche Nachfolger Christi zu sein. Jesus sagte: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater … Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln“ (Mt 10,32-33; Mk 8,38).

Wenn du in einem Büro arbeitest, sollte das Zeichen des Herrn auf deiner Stirn sein. Mit anderen Worten, jeder in deinem Büro sollte wissen, dass du ein Jünger des Herrn Jesus Christus bist. So etwas wie ein verborgenes Zeichen auf deiner Hand, von dem niemand an deinem Arbeitsplatz etwas weiß, gibt es nicht. Ein echter Nachfolger Jesu Christi wird das Kennzeichen auf seiner Stirn haben. Seine Kollegen kennen ihn als Jünger Christi!

Es ist eine Schande, dass sich viele „Gläubige“ schämen, als Nachfolger Jesu Christi bekannt zu sein. Ich habe gesehen, wie Nicht-Christen öffentlich religiöse Zeichen auf ihrer Stirn tragen – sie tun ohne Scham ihre Religion kund! Aber Christen schämen sich so oft, andere wissen zu lassen, wem sie nachfolgen – vielleicht weil sie Angst haben, dass dadurch ihre Chancen auf Beförderung im Betrieb beeinträchtigt werden. Solche Christen sind Personen, die Kompromisse machen und irdische Ehre lieben – sie sind keine mutigen Zeugen Jesu Christi. Sie werden sicherlich nicht zu denen gehören, die mit dem Lamm auf dem Berg Zion stehen, denn diese 144.000 sind Jünger, die sich nicht schämen, mutig zu bekennen, dass sie Jesus Christus folgen. Sie gehen inmitten ihrer Angehörigen oder an ihrem Arbeitsplatz oder in ihrer Nachbarschaft keine Kompromisse ein. Jedes Mal, wenn du einen Nicht-Christen seine religiösen Symbole auf seiner Stirn tragen siehst, soll es für dich eine Herausforderung sein. Wenn er sich nicht schämt, damit kundzutun, dass er seinen Gott anbetetet, warum solltest du dich schämen, kundzutun, dass du Jesus Christus anbetest?

Die 144.000 sind hier nicht dieselben, die wir vorher in Kapitel 7 gesehen haben. Jene kamen allein aus den Stämmen Israels – und die Stämme Israels folgen gewiss nicht dem Lamm, noch glauben sie, dass Jesus Christus der Messias ist. Das ist eine völlig andere Gruppe. Das sind diejenigen, die in Offenbarung 2 und 3 „Überwinder“ genannt werden.

Im Alten Testament repräsentierte ein „Name“ den Charakter einer Person. Somit weist „der Name des Lammes und des Vaters“ auf den Stirnen dieser 144.000 darauf hin, dass ihr Leben die Natur des Lammes und des Vaters widerspiegelte.

Es ist daher gut, dass wir uns diese Frage stellen: Reflektieren wir in unserer Einstellung zu anderen, die uns gegenüber böse sind, die Natur des Lammes, das seinen Mund nicht auftat, als es geschoren wurde, das still war, als es geschlachtet wurde, und das seine Sache seinem Vater anheimstellte, als es ungerecht behandelt und seiner Rechte und seines Rufes beraubt wurde? Spiegeln wir die Natur unseres Vaters wider, der mit Sündern geduldig ist und reuige Rückfällige willkommen heißt? (Lk 15,11-24).

Einige mögen die Frage stellen: „Willst du damit sagen, dass nur eine solche kleine Anzahl von Menschen Überwinder sind?“ Aber wie viele Christen hast du in deinem Leben gesehen, die niemals ihre Beherrschung verloren und die gelernt haben, unter Provokation ruhig zu bleiben? Das ist sicherlich eine kleine Anzahl. Die Natur, die diese 144.000 auf Erden in ihrem Inneren erworben hatten, beginnt nun durch ihre Persönlichkeit auf ihrem Angesicht zu scheinen – „die Natur des Vaters“. Gottes Wunsch für einen jeden von uns ist es, dass wir zur Reife heranwachsen und zu anderen Menschen so sind, wie er es war. Mit diesem Ziel im Blick bildet er uns aus.

Wenn wir das christliche Leben beginnen, sind wir alle Babys. Wenn wir heranwachsen, werden wir schrittweise wie junge Männer werden. Und wenn wir weiter wachsen, werden wir wie Väter werden (1Joh 2,12-14) – Väter, die sich selbst verleugnen, um anderen zu dienen, Väter, die den Wunsch haben, andere zur Reife zu führen.

Das sollte unsere Leidenschaft sein – dass die Natur des Lammes und des Vaters so völlig unsere Natur wird, dass sie sich durch unsere Persönlichkeit widerspiegelt.

   
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