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Wort zur Woche
Januar 2016 (4)
Ein würdiger Botschafter für Christus sein - Zac Poonen
(Being a Dignified Ambassador for Christ)

In 2. Korinther 5,20 lesen wir: „So sind wir nun Botschafter für Christus, und wir bitten [ermahnen] euch dringlich…“ Es ist eine gewaltige Berufung, ein Botschafter für Jesus Christus zu sein. Es gibt eine Würde, die ein wahres Kind Gottes umgibt. Sogar den Botschafter eines sehr armen Landes umgibt eine Würde; und je machtvoller das Land ist, desto würdevoller wird sein Botschafter sein. Denke an den Botschafter der USA in Indien. Kannst du dir die Würde vorstellen, mit der er sich benimmt, weil er weiß, dass er die größte Supermacht auf der Welt repräsentiert. Er wird nichts Billiges oder Unwürdiges tun. Er wird Leute nicht um Geld anbetteln und er wird nichts tun, was den Namen seines Landes entehrt. Kannst du dir vorstellen, dass der Botschafter der USA in dein Haus kommen und dich um Geld bitten würde, um seinem Land zu helfen?

Nehmen wir an, ein Mann in einem Anzug erscheint an deiner Tür (oder im Fernsehen) und sagt: „Ich bin der Botschafter der USA. Wir brauchen in unserem Land dringend Geld. Kannst du 100 Rupien für unsere Arbeit spenden?“ Was wirst du sagen? Du wirst sagen: „Du bist ein Betrüger. Du bist nicht der Botschafter der USA. Der Botschafter der USA kann nie auf diese Weise um Geld betteln.“

Nehmen wir nun an, ein anderer Mann erscheint an deiner Tür (oder im Fernsehen) und sagt: „Ich bin der Botschafter des Herrn Jesus Christus. Wir brauchen dringend Geld für unser Werk. Kannst du 100 Rupien für unser Werk spenden?“ Du wirst ihm glauben und ihm Geld geben. Warum? Weil du glaubst, dass der Botschafter der USA ein würdevoller Mann ist, wohingegen der Botschafter des Herrn Jesus Christus ein Bettler ist.

Es gibt nur eine Supermacht im Universum – und das ist das Königreich des allmächtigen Gottes. Der US-Botschafter mag die größte Supermacht auf dieser Erde repräsentieren. Aber ich kann mit aller Demut sagen, dass ich ein Botschafter der größten Supermacht im Universum bin – das ist es, was ein wahrer Jünger Jesu ist. Benimmst du dich mit der Würde eines solchen Botschafters? Es betrübt mein Herz, wenn ich sehe, wie der Name Jesu Christi durch die unwürdige, billige Weise entehrt wird, in der christliche Arbeiter im Fernsehen und bei ihren Gemeindeversammlungen und mittels Gebetsbriefen um Geld betteln. In Psalm 50,12 sagt der Herr: „Würde ich je Hunger verspüren, ich bräuchte es dir nicht zu sagen, denn mir gehört der ganze Erdkreis mit all seiner Fülle.“ Dasselbe sagt auch ein wahrer Diener Gottes: „Wenn ich hungrig oder in Not bin, werde ich es dir nicht sagen. Ich werde es meinem Herrn im Himmel sagen, der die ganze Welt besitzt.“

Ein Botschafter muss immer mit seinem Heimatland in Verbindung sein. Er kann es sich nicht leisten, auch nur einen Tag lang keinen Kontakt mit seinem Heimatland zu haben. Wir sind berufen, ebenfalls auf dieselbe Weise zu leben. Ich sehne mich danach, den Tag in Indien zu sehen, wenn wir erleben können, dass sich Diener Gottes mit der Würde eines Botschafters der größten Supermacht im Universum benehmen – sogar wenn sie arm sind und nur mit einem Fahrrad fahren. Aber wie viele christliche Arbeiter dieser Sorte hast du getroffen? Die meisten christlichen Arbeiter sind bloß würdevolle Bettler, die stets Leute um Geld bitten und den Reichen nachgehen. Das ist eine Tragödie.

Denke immer daran, dass du ein Botschafter Jesu Christi bist, wo immer du hingehen magst – wenn du mit einem Zug oder in einem Bus reist oder irgendwohin fährst. In 2. Korinther 6,3-10 spricht Paulus darüber, wie er sich als ein Botschafter Christ verhielt: „Wir versuchen, uns so zu verhalten, dass die Arbeit für Gott nicht in Verruf gerät. In allem, was wir tun, sind wir Diener Gottes. Geduldig ertragen wir alle möglichen Schwierigkeiten, Entbehrungen und Sorgen. Wir wurden geschlagen und ins Gefängnis geworfen. Mehr als einmal standen wir schutzlos einer aufgebrachten Menschenmenge gegenüber. Wir haben gearbeitet bis zur Erschöpfung, schlaflose Nächte ertragen und gefastet. Wir haben uns bewiesen durch unseren guten Lebenswandel, unsere Einsicht, unsere Geduld, unsere Freundlichkeit, unsere aufrichtige Liebe und durch die Kraft des Heiligen Geistes. Zuverlässig haben wir die Wahrheit gepredigt, und Gottes Kraft wirkte in uns. Unsere einzige Waffe, zum Angriff wie zur Verteidigung, ist Gerechtigkeit. Wir dienen Gott, ob die Menschen uns nun ehren oder verachten, ob sie uns verleumden oder loben. Wir meinen es ehrlich, doch sie schimpfen uns Verführer. Gott kennt uns, doch für sie sind wir Namenlose. Wir sind dem Tod nahe, doch wie ihr seht, leben wir noch. Wir wurden misshandelt, aber wir sind nicht gestorben. Unser Herz ist voll Leid, und doch erleben wir ständig neue Freude. Wir sind arm, aber wir machen andere reich. Wir besitzen nichts und haben doch alles“ (NLB). Auf diese Weise lebte Paulus. Er glaubte nie an das „Wohlstandsevangelium“.

   
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