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Wort zur Woche
Januar 2016 (2)
In das Leben des Sieges eintreten - Zac Poonen
(Entering The Life Of Victory)

Der Herr sagte Josua, dass jede Stätte, auf die seine Fußsohlen träten, ihm gegeben werden würde (Jos 1,3), und dass niemand in der Lage sein würde, ihm sein Leben lang zu widerstehen (Jos 1,5). Das ist symbolisch für die neutestamentliche Verheißung, die uns in Römer 6,14 gegeben wird: „Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ Das Land Kanaan war in der Vergangenheit von vielen Riesen beherrscht worden. Aber sie alle würden besiegt werden. Keine einzige Sünde (egal wie stark) wird uns überwinden können. Das ist Gottes Wille für uns. Aber Josua musste tatsächlich seinen Fuß auf ein Stück Land setzen und es im Namen des Herrn beanspruchen. Nur dann würde es ihm gehören. Das Gleiche gilt für uns. Wir müssen unser Erbe im Glauben beanspruchen. Aber wenn wir Gottes Verheißungen nicht als die unsrigen in Anspruch nehmen, werden sie in unserem Leben nie erfüllt werden.

Der Herr sprach zu Josua: „Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen was in Gottes Wort geschrieben steht. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken…“ (Jos 1,7). Wenn Gottes Wort sagt, „die Sünde wird nicht über dich herrschen“ (Röm 6,14), dann glaube und bekenne es. Weiche nicht zur Linken oder zur Rechten. Das bedeutet: „Reduziere die Weite dieser Verheißung nicht. Reduziere sie nicht darauf, dass sie nur einige Sünden einschließt. Gleichzeitig lass sie nicht mehr bedeuten, als was sie besagt. Sage nicht, dass wir auf dieser Erde so vollkommen wie Christus sein können. Wir können auf dieser Erde nicht sündenlos vollkommen sein. Das ist nicht, was diese Verheißung besagt. Sie bezieht sich nur auf den Sieg über das, was wir wissen, dass es Sünde ist (bewusste Sünde). Erst wenn er zurückkehrt können wir völlig wie Christus sein. 1. Johannes 3,2 ist diesbezüglich sehr klar. Lasst uns also nicht über die Schrift hinausgehen und lasst uns nicht weniger glauben, als was die Schrift verheißt.

So wie Christus zu werden kann mit der Einnahme des ganzen Landes Kanaan oder mit der Besteigung eines hohen Berges verglichen werden. Wenn wir uns bekehren, werden unsere Sünden vergeben und unsere Vergangenheit wird ausradiert. Aber wir werden immer noch von vielen Sünden versklavt. Wir könnten das damit vergleichen, dass wir an den Fuß dieses Berges kommen. Dann beginnen wir, diesen Berg zu besteigen. Der Gipfel dieses Berges ist vollkommene Christusähnlichkeit. Wir werden dort erst ankommen, wenn Christus zurückkehrt. Aber wir müssen nicht fortwährend am Fuße des Berges – besiegt von Sünde – leben. Nein, die Bibel sagt: „Lasst uns nach Vollkommenheit streben“ oder „uns der vollen Reife zuwenden“ (Hebr 6,1). In 2. Korinther 7,1 werden wir ermahnt, „die Heiligung in der Furcht Gottes zu vollenden“. Wir sollten vor dem Wort „Vollkommenheit“ keine Angst haben. Wir müssen uns danach ausstrecken. Paulus sagte gegen Ende seines Lebens: „Ich habe den Gipfel noch nicht erreicht, aber ich strecke mich danach aus“ (Phil 3,12-14). Der Herr sagt nun zu vielen von uns: „Ihr seid lange genug am Fuße dieses Berges geblieben. Besteigt ihn nun. Macht euch auf den Weg!“ Lasst uns nicht zur Linken oder zur Rechten davon abweichen.

„Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen…“ (Jos 1,8). Wir sollten Gottes Wort in unserem Herzen haben, und wir müssen es auch in unserem Munde haben. Wir müssen die Verheißungen von Gottes Wort mit unserem Munde bekennen. Das Problem bei vielen heutigen Christen besteht darin, dass sie die Dinge, nach denen sie gelüsten, bekennen. Sie sagen: „Ich bekenne, dass ich ein großes Haus bekommen werde. Ich bekenne, dass ich einen besseren Job erhalten werde. Ich bekenne, dass ich ein gutes Auto erhalten werde!“ Statt all das zu bekennen, lasst uns Gottes Wort bekennen: „Herr, ich bekenne, dass ich Zorn überwinden werde. Ich bekenne, dass ich das Gelüsten mit meinen Augen vollständig überwinden werde. Ich bekenne, dass ich die Liebe zum Geld überwinden werde.“ Das sind die Dinge, die wir mit unserem Munde bekennen sollen. Aber der Teufel möchte nicht, dass wir diese bekennen. Daher veranlasst er uns, unsere Begierde nach materiellen Dingen zu bekennen.

Du kannst die Gemeinde nicht mit Leuten bauen, die an materiellen Dingen interessiert sind. Du kannst die Gemeinde nur mit Menschen bauen, die an himmlischen Dingen und an einem gottesfürchtigen Leben interessiert sind. Locke nicht die falsche Sorte von Menschen zu deiner Gemeinde, indem du ihnen irdischen Wohlstand anbietest. Verheißt Gottes Wort dir, dass er dir ein Haus oder ein Auto geben wird? Nein, Gottes Wort verheißt, dass du Sünde überwinden kannst; dass du in ein Leben eintreten kannst, wo du dich allezeit im Herrn freuen kannst, 24 Stunden lang, ohne deprimiert, entmutigt oder besiegt zu sein – ein Leben, wo du immer triumphieren und stets für alle Dinge und alle Menschen Dank sagen kannst. Das ist das Leben des neuen Bundes (das Land Kanaan, das von Milch und Honig fließt), welches die Bibel verheißt. Bekenne es und sage: „Herr, das ist das Leben, das ich all meine Tage leben möchte.“

Das ist das Leben, das ich leben wollte, als ich ein junger Christ war und sah, was die Bibel mir anbot. Aber als ich christliche Leiter in meinem Umfeld betrachtete, sah ich, dass sie von Sünde besiegt waren. Daher sagte ich: „Herr, ich möchte sie nicht richten. Das ist nicht meine Aufgabe. Aber ich möchte sie auch nicht als meine Vorbilder betrachten. Ich möchte auf Gottes Wort allein schauen. Ich möchte nur auf deine Verheißungen schauen. Ich möchte auf Jesus als mein einziges Vorbild schauen.“ Ich war als Christ jahrelang besiegt. Aber als ich mein Erbe in Christus einmal sah, bekannte ich die Verheißungen Gottes in der Heiligen Schrift, die mir ein Leben ständiger Freude und ständigen Sieges verhießen, immer wieder. Gott gab mir schließlich das Begehren meines Herzens. Das ist die Art und Weise, wie ich jetzt lebe, und das ist die Art und Weise, wie ich bis zum Ende meines Lebens leben möchte.

Lass also Gottes Verheißungen nicht von deinem Munde weichen. Wenn du diese Botschaft verkündest, magst du manchmal feststellen, dass du inmitten von Popularität suchenden Predigern eine einsame Stimme bist. Lass dich nicht entmutigen. Gott wird dir bis ans Ende beistehen.

Josua wurde befohlen, Tag und Nacht über Gottes Wort nachzudenken. Wir sollen nicht über die Not der Heiden nachdenken. Das sieht als etwas Gutes aus, darüber nachzudenken. Aber du kannst diesen Heiden nicht helfen, wenn du nicht Tag und Nacht über Gottes Wort meditierst. Gott verhieß Josua Wohlstand (Gelingen) und Erfolg, wenn er das täte (Jos 1,8). Das wahre „Wohlstandsevangelium“ ist eines, wo unser Leben auf eine himmlische und geistliche Weise wohlhabend und erfolgreich wird. „Wohlstand und Erfolg“ sind zwei Dinge, nach denen jeder auf der Welt trachtet. Aber die Menschen trachten nach diesen Dingen nicht auf die Weise wie Gott in Josua 1,8 sagt.

   
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