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Wort zur Woche
Februar 2015 (2)
Eine neue Gesinnung – Unser Maximum für den Herrn - Zac Poonen
(A New Attitude of Mind – Giving Our Maximum to the Lord)

Viele religiöse Menschen sind legalistisch und stehen unter dem Gesetz. Sie überlegen sich, was als Minimum notwendig ist, um Gott zu gefallen. Darum rechnen sie sich genau aus, wie viel zehn Prozent ihres Einkommens sind und das geben sie dann wiederwillig dem Herrn. Im Alten Testament führte diese Haltung schließlich dazu, dass die Israeliten dem Herrn blinde Schafe und kranke Stiere als Opfer darboten (Mal 1,8).

Es ist möglich, gegenüber den Geboten des Neuen Testaments dieselbe Gesinnung zu haben. Eine Schwester könnte darüber nachdenken, was sie als Minimum tun muss, um das Gebot zu halten, sich ihrem Mann unterzuordnen oder was das Minimum an Kopfbedeckung in den Versammlungen ist – ohne die Schönheit ihres Haares völlig zu bedecken. Männer und Frauen denken vielleicht darüber nach, was das Minimum ist, um ‚geistlich‛ zu sein, ohne gleich alles aufzugeben. „Was ist das Minimum, das ich in dieser Welt aufgeben muss?“, ist die Frage, die solchen Menschen ständig im Kopf herumgeht. Solche Menschen können niemals geistlich sein. Sie können nur religiös sein.

Jesus hatte eine völlig andere Gesinnung. Er forschte nie danach, was die Mindestanforderung war, um seinem Vater zu gefallen. Im Gegenteil, er trachtete immer danach, was das Maximum war, sodass er dem Vater alles opfern konnte. Deshalb wollte er herausfinden, was der Geist hinter jedem Gebot war. So wusste er, dass es nicht ausreichte, nur Ehebruch im Fleisch zu vermeiden (obwohl das das Minimum war, das das Gesetz erforderte). Er verstand, was der Geist hinter diesem Gebot war, dass man nämlich im Herzen schon nicht begehren soll. Ebenso erkannte er, dass Zorn und Mord sich ähnlich sind, usw. So verstand er den Geist hinter jedem Gebot.

Eine Braut, die sehr in ihren Bräutigam verliebt ist, würde nie darüber nachdenken, was das notwendige Minimum ist, um ihrem Partner zu gefallen. Im Gegenteil, sie denkt darüber nach, was das Maximum ist, das sie tun kann. Das ist auch die Gesinnung der Braut Christi.

Hieran sehen wir den Unterschied zwischen der Dienerin und der Braut. Wer unter dem Gesetz ist, kann nur Diener sein. Ein Angestellter arbeitet für sein Gehalt und ist daher sehr berechnend in seinem Dienst. Er bemisst seine Arbeit nach der Uhr. Wenn er Überstunden macht, erwartet er mehr Geld. Ein Sohn (oder eine Ehefrau) dagegen wird arbeiten, ohne auf die Uhr zu schauen – nicht für Lohn, sondern aus Liebe. Hierin besteht der Unterschied zwischen Religiosität und Liebe.

Die Gesinnung, die denkt: „Was kann ich vom Herrn bekommen?“, führt zu Religiosität. Die Gesinnung dagegen, die denkt: „Was kann der Herr von diesem einen Erdenleben, das ich habe, bekommen?“, führt zu wahrer Geistlichkeit. So wird es ganz natürlich für uns werden, auch die zweite Meile zu gehen, wenn die Mindestanforderung ist, nur eine Meile zu gehen.

   
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