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Wort zur Woche
Februar 2015 (1)
Lass nicht zu, dass deine Verwandten dich daran hindern, den Willen Gottes zu tun - Zac Poonen
(Don’t Let Your Relatives Hinder You from Doing the Will of God)

In 1. Mose 12,1 sagte der Herr zu Abraham: „Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.“ Abraham hat nicht eines Tages eine glänzende Idee wie die Leute in Babel erhalten (1 Mo 11) und gesagt: „Ich denke, ich habe lange genug in Ur gelebt. Ich möchte jetzt nach Kanaan ziehen und dort etwas tun.“ Nein. Sein Wegzug war ganz von Gott diktiert. Abraham war 75 Jahre alt. Es ist gut, sogar 75 Jahre lang zu warten, um von Gott zu hören und dann wegzuziehen. Mose wartete 40 Jahre lang als ein Hirte und dann zog er weg, als Gott zu ihm sprach. Und denke daran, was er erreicht hat! Ich sage nicht, dass wir 75 oder 80 Jahre lang warten müssen. Alles, was ich sage ist, dass wir warten müssen, bis wir von Gott hören und uns erst dann in Bewegung setzen. Aber glaubst du, dass der beschäftigte Mensch des 21. Jahrhunderts dafür Zeit hat? Nein.

Ich bin dankbar, dass Gott mich eine Lektion lehrte, als ich ein junger Mann von 20 Jahren war: „Lass nicht zu, dass Menschen dich in Bewegung setzen. Lass Gott allein dich in Bewegung setzen.“ Viele Menschen haben mich gedrängt, gewisse Dinge zu tun – gute Menschen, einschließlich meiner Mitarbeiter. Ich habe ihren Rat angehört, aber ich setze mich nicht in Bewegung, bis auch Gott zu mir spricht. Ich warte, bis ich Gott höre, weil ich weiß, dass ich am Ende im Desaster enden werde, wenn ich auf die Meinungen von Menschen höre. Ich sage nicht, dass wir die Meinungen unserer Mitarbeiter nicht in Betracht ziehen sollten. Alles, was ich sage ist, dass die endgültige Stimme auf die wir hören sollten, die Stimme Gottes ist. Gott sagte zu Abraham „Geh!“, und er ging. Gott sagte zu Mose „Geh!“, und er ging. Gott sagte zu Paulus „Geh!“, und er ging. Das sind die Menschen, die in ihrem Leben etwas erreichten. Heute rennen Menschen herum und versuchen, dies oder jenes für Gott zu tun. Aber sie erreichen nichts von ewigem Wert. Sie mögen beeindruckende Statistiken vorweisen können. Aber es ist Babylon, nicht Jerusalem.

„Kommt, lasst uns aufbrechen. Lasst uns etwas für den Herrn tun. Lasst uns Ziegel machen, lasst uns Mörtel machen, lasst und irgendetwas tun.“ Du kannst Menschen beeindrucken. „Wir wollen uns einen Namen machen.“ Du kannst dir einen großen Namen machen und Babylon bauen – so wie es Nebukadnezar tat. Das geschieht heute im christlichen Werk, und das ist die Botschaft von Offenbarung, Kapitel 17 und 18. Aber Abraham wartete auf Gottes Marschbefehl.

Beachte, dass Abraham jedes Mal, als er sich ohne Gottes Leitung aufmachte, in Schwierigkeiten geriet. Zum Beispiel: Wir lesen, dass Gott Abraham aufgetragen hatte, die Stadt Ur in Chaldäa zu verlassen und dorthin zu gehen, wo Gott ihn führen würde. Aber in 1. Mose 11,31 lesen wir, dass es Terach (Abrahams Vater) war, der Abraham nahm und von Ur wegzog. Aber was hatte Gott zu Abraham gesagt? „Verlass deine Verwandten und dein Vaterhaus.“ Aber hier sehen wir, dass der 75jährige Abraham die Hand seines Papas hielt und auszog! Auf diese Weise begann Abraham seine Reise!

Diejenigen, die dich hindern werden, den Willen Gottes zu tun, werden zuallererst deine Verwandten sein – deine Eltern, deine Brüder, deine Schwestern, deine Frau und deine Kinder. Jesus sagte: „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lk 14,26). Du magst dem Herrn folgen wollen. Aber dein Vater oder deine Frau mögen „Nein!“ sagen.

So nahm Terach Abraham und sie kamen bis nach Haran (1Mo 11,31) und ließen sich dort nieder. Das war nicht Gottes Wille. Warum ließen sie sich dort nieder? Das war Terachs Idee. Haran hatte vielleicht gutes Weideland für Viehherden. Aber es war nicht Gottes Ort. Und Abraham ließ sich dort mit seinem Papa nieder! Abraham war ein Mensch, der Fehler machte – und der erste Fehler, den er machte, war, auf seinen Vater zu hören, als ihm Gott bereits gesagt hatte, etwas anderes zu tun. Was tat nun Gott? Gott kann leicht mit solchen Situationen fertigwerden. Er nahm Terach durch den Tod weg (1Mo 11,32). „Da zog Abraham aus, wie ihm der Herr gesagt hatte“ (1Mo 12,4).

Musst du darauf warten, bis Gott etwas so Drastisches tut, bevor du weiterziehst? Wenn Gott dich liebt, wird er etwas so Drastisches tun. Aber wenn Gott sieht, dass du jemand bist, der Kompromisse macht, mag er zulassen, dass du dein ganzes Leben in Haran bleibst und den Willen Gottes gänzlich verpasst. Lerne, dich mit Gott in Bewegung zu setzen. Höre nicht auf Verwandte, die Gott nicht kennen. Lerne auf alle Fälle von einem Vater, wenn er ein frommer Mann ist, der Gott kennt – aber nicht von einem Vater, der weltlich ist (ich beziehe mich hier auf geistliche Prinzipien). Als Abraham schließlich Kanaan erreichte, „erschien ihm der Herr und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben“ (1Mo 12,5.7).

   
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