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Wort zur Woche
Dezember 2014 (2)
Mose bekundete den Geist des Christus - Zac Poonen
(Moses Manifested the Spirit of Christ)

Als Mose die Stiftshütte baute, prüfte ihn Gott, um zu sehen, ob er sie genau nach den Anweisungen machen würde, die er auf dem Berg erhalten hatte. Die Herrlichkeit des Herrn, die die Stiftshütte erfüllte, war das sichtbare Zeichen dafür, dass Gott mit Moses Arbeit zufrieden war. Wie ist es mit uns und dem, was wir für den Herrn tun und wirken? Entspricht es genau den Anweisungen, die wir in der Bibel finden? Oder haben wir es mit mancher Weisheit dieser Welt abgewandelt? Wenn das so sein sollte, dann ist das gewiss ein Grund dafür, warum die Herrlichkeit des Herrn in unserem Leben nicht sichtbar ist.

Gott prüfte Mose später noch in einem anderen Bereich. Zweimal prüfte Gott ihn, um zu sehen, ob er auf Kosten der Israeliten seine eigene Ehre suchen würde. In beiden Fällen bestand Mose die Prüfung mit Bravour.

Der erste Anlass war, als die Kinder Israels gegen Gott rebellierten und sich das goldene Kalb machten. Da sagte Gott zu Mose: „Und nun lass mich, dass mein Zorn über sie brenne und sie vertilge; dafür will ich dich zum großen Volk machen“ (2Mo 32,10).

Der zweite Anlass war, als die Israeliten sich weigerten, das Land Kanaan einzunehmen. Da sagte Gott zu Mose: „Ich will sie mit der Pest schlagen und sie vertilgen und dich zu einem größeren und mächtigeren Volk machen als dieses“ (4Mo 14,12).

In beiden Fällen sagte Gott zu Mose, dass er die Israeliten zerstören und Mose und seine Nachkommen zu einem großen Volk machen wolle. Mose hatte also die Gelegenheit, der Erbe der Verheißungen zu werden, die Abraham und den zwölf Stämmen Israel galten. Geringere Männer wären vielleicht bei einer solchen Prüfung durchgefallen, aber nicht Mose. In beiden Fällen flehte er zu Gott, die Israeliten zu verschonen. Einmal ging er sogar so weit, sterben zu wollen und die Ewigkeit in der Hölle zu verbringen, wenn nur Israel gerettet würde. „Als nun Mose wieder zu dem Herrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde getan, und sie haben sich einen Gott von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus dem Buch, das du geschrieben hast“ (2Mo 32,31-32). Mose hatte wahrhaftig den Geist des Christus selbst – der bereit war am Kreuz vom Vater aufgegeben zu werden, damit wir gerettet würden. Gott war so erfreut über Moses Selbstlosigkeit, dass er danach begann, sehr vertraut mit Moses zu sprechen. „Der Herr aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie man mit einem Freund spricht“ (2Mo 33,11).

Gott gab Mose sogar das unerhörte Vorrecht, seine Herrlichkeit sehen zu dürfen. Als Mose Gott bat: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen“, da antwortete der Herr: „Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dich halten, bis ich vorübergegangen bin. Dann will ich meine Hand von dir nehmen und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen“ (2Mo 33,18-23).

Die wichtigste Bedingung für einen Diener Gottes ist, dass er nicht das Seine sucht. Unseren eigenen Gewinn oder unsere eigene Ehre zu suchen, ist so tief in jedem von uns verwurzelt, dass Gott es schwer hat, uns davon frei zu machen. Er ordnet unsere Lebensumstände so, dass wir unseren selbstsüchtigen Geist erkennen, uns selbst beurteilen und uns davon reinigen können. Er spricht zu uns durch sein Wort und fortwährend durch seinen Geist (wenn wir Ohren haben zu hören), und er drängt uns, dass wir uns von diesem selbstsüchtigen Geist reinigen.

Und trotz all dem schaffen es nur sehr wenige, sich für Gottes Anerkennungszertifikat zu qualifizieren. Mose war so ein Mensch. Paulus und Timotheus waren zwei weitere. Es sind nicht viele, sondern nur wenige.

Dass es am Geist der Fürbitte für andere, so wie ihn Mose schon im Alten Bund hatte, so sehr mangelt, liegt vor allem an der einen Tatsache, dass fast jeder im Grunde seines Herzens auf die eine oder andere Weise das Seine sucht. Wenn wir im Verborgenen für andere beten, haben wir davon keine eigene Ehre. Darum tun es nur wenige Gläubige. Hierin werden wir von Gott geprüft – denn er kann sich nicht für Menschen einsetzen, die das Ihre suchen.

   
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