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Wort zur Woche
Dezember 2014 (1)
Der Dienst von Esra und Nehemia - Zac Poonen
(The Ministry of Ezra and Nehemiah)

Das Buch Nehemia zeigt uns die gewaltige Erweckung, die Gott durch den Einfluss zweier gottesfürchtiger Männer – Esra und Nehemia – wirkte.

In Nehemia, Kapitel 8 lesen wir davon, was Gott durch Esra tat. Er nahm das Wort Gottes und versammelte alle Männer und Frauen und alle Kinder, die alt genug waren, um es zu verstehen. Dann hielt er für sie ein sechsstündiges Bibelstudium ab! Und es heißt dort, dass „die Ohren des ganzen Volkes dem Gesetzbuch zugerichtet“ (Neh 8,3) waren. Sie begannen ihre Versammlung mit Anbetung und Gotteslob (Neh 8,6). Und dann gab sich Esra die größte Mühe, dem Volk alles zu erklären, was er aus dem Wort las (Neh 8,8). Offensichtlich hatte Esra selbst viele Monate und Jahre damit verbracht, das Wort zu studieren, sodass er in der Lage war, es allen so klar auszulegen. Gott hatte ihn im Verborgenen für diesen Tag vorbereitet.

Eine Erweckung brach aus und die Menschen begannen über ihre Sünden zu weinen (Neh 8,9). Nun wurden sie aufgefordert, das Gute, das Gott ihnen gegeben hatte, mit anderen zu teilen. Wenn sie so handelten, dann würde „die Freude am Herrn ihre Stärke sein“ (Neh 8,10). Das Volk ging hin und sie gehorchten der Aufforderung. Am nächsten Tag hielt Esra ein Bibelstudium für die Leiter ab (Neh 8,13). Als sie erkannten, dass das Wort Gottes den Israeliten befahl, jedes Jahr im siebten Monat das „Laubhüttenfest“ zu feiern, gehorchten sie dem sofort. Das war das erste Mal nach etwa 900 Jahren, dass dieses Fest gefeiert wurde – denn dieses Gebot war seit den Tagen des Josua nicht befolgt worden (Neh 8,14-17). Sogar David, der Mann nach dem Herzen Gottes, hatte die Israeliten nicht dazu gebracht, dieses Gebot zu befolgen. In den folgenden sieben Tagen setzte Esra dann die Bibelstudien für das Volk fort (Neh 8,18).

In Nehemia, Kapitel 9 lesen wir davon, was Gott durch Nehemia tat. Das Kapitel beginnt damit, wie die Israeliten fasteten, ihre Sünden bekannten und sich von den Heiden absonderten (Neh 9,1-2). Danach hatten sie ein dreistündiges Bibelstudium und dann drei Stunden, um den Herrn zu anzubeten und ihre Sünden zu bekennen. Es war wie eine weitere Erweckung (Neh 9,3). Dann standen die Leviten auf und schrien laut zum Herrn (Neh 9,4). In Nehemia 9,5 bis 9,38 haben wir das längste Gebet, das uns in der ganzen Bibel überliefert ist. Die Leviten gingen die Geschichte Israels durch, von Abrahams Zeiten an, über Israels Versagen in den vierzig Jahren der Wüstenwanderung und zu den Zeiten der Richter und Könige, sie gaben zu, dass jedes Gericht, das Gott sandte, gerecht war. Sie taten Buße und unterzeichneten eine Abmachung vor Gott, die Nehemia als Erster unterzeichnete (Neh 10,1).

All dies geschah durch den Einfluss zweier gottesfürchtiger Männer, Esra und Nehemia. Ihr gemeinsamer Dienst war fast exakt so wie eine neutestamentliche Gemeinde, die von zwei Ältesten geleitet wird. Welch ein Beispiel für uns alle, dem wir heute nacheifern sollten!

   
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