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Wort zur Woche
November 2014 (2)
Sünde ist wie eine ansteckende Krankheit - Zac Poonen
(Sin is Like an Infectious Disease)

Die Bibel spricht in Hebräer 12,15 von einer bitteren Wurzel, die Probleme verursachen kann. Du musst nicht warten, bis daraus eine Frucht entsteht. Du weißt, was eine Wurzel ist. Wenn ein Baum beginnt eine Wurzel zu entwickeln, ist er wahrscheinlich noch nicht einmal an die Erdoberfläche gekommen. Nichts ist von ihm sichtbar. Wenn du einen Samen in die Erde pflanzt, wird er zuerst Wurzeln entwickeln, bevor die Pflanze durch die Erde bricht.

Mit Bitterkeit ist es auch so. Du hast etwas in dein Herz gesät und es fängt an Wurzeln zu entwickeln. Wenn du sie nicht ausreißt, wird diese wachsende Wurzel sehr viele Probleme verursachen, vor allem für dich selbst, aber viele Menschen können dadurch unrein werden. Viele können sich anstecken, denn jemand, der Bitterkeit im Herzen hat, wird umhergehen und mit anderen darüber sprechen. Es ist genauso, wie jemand mit Windpocken seine Krankheit an andere weitergibt. Oder ein Tuberkulosekranker steckt andere an. Jemand, der erkältet ist oder die Grippe hat, infiziert andere Menschen. Die Krankheit ist sehr leicht zu übertragen. Sie ist hoch ansteckend. Und du findest Menschen, die bitter sind, auf der ganzen Welt. Die Christenheit ist voll davon. Wenn ein Mann mit einer Beschwerde über jemanden zu dir kommt, ein Schwätzer, der schlecht über andere redet, was ist in seinem Herzen? Er hegt Bitterkeit gegen diese Person.

Wenn du dich vor einer Ansteckung schützen willst, solltest du sehr genau darauf achten, wem du zuhörst. Würdest du dich gern mit AIDS anstecken? Wie vorsichtig bist du da. Nun, diese Sache ist noch ernster. Sie kann dich tiefer zerstören als AIDS. Würdest du gern einen Leprakranken umarmen? Nun, diese Sache ist noch ernster. Warum heißt du einen Schwätzer in deinem Haus willkommen und umarmst ihn, einen Verleumder? Die Bibel spricht in 1. Timotheus 5,13 von Frauen, die geschwätzig von Haus zu Haus laufen. Es gibt eine Menge solcher Frauen in vielen unserer Gemeinden. Ich scheue mich nicht zu behaupten, dass jede einzelne dieser Frauen ein Agent Satans ist. Und du heißt sie nicht nur willkommen, du stellst ihnen eine Tasse Tee und Kekse hin, und setzt dich, um dir anzuhören, was immer Satan dir durch sie sagen will, und wirst selbst unrein dadurch. Und dann geht sie mit ihrer Geschichte ins nächste Haus und du gehst ebenfalls mit der Geschichte, die du gerade gehört hast, zu jemandem und erzählst sie weiter. Jeden Tag vermehrt sich die Zahl der Agenten Satans um Hunderte. Gläubige tun die Arbeit für ihn in der Gemeinde. Satan wird auch der Verkläger der Brüder genannt. Offenbarung 12,10: „Der Verkläger unserer Brüder ist verworfen.“ Diese Person, der du zuhörst, die in dein Haus gekommen ist – er oder sie ist ein Verkläger der Brüder. Bist du ein Verkläger der Brüder der Gläubigen?

Es geht nicht darum, ob das, was du sagst, wahr oder falsch ist. Die Bibel sagt hier in Offenbarung 12,10: „(...) der sie verklagte Tag und Nacht vor unserem Gott.“ Nun mag Satan uns Menschen wohl viele, viele Lügen erzählen. Er ist ein Lügner. Aber er wird es nicht wagen hinzugehen und Gott eine Lüge zu erzählen. Wenn Satan dich vor Gott verklagt, weswegen dann wohl? Meinst du, er denkt sich irgendeine Geschichte aus über etwas, das du nie getan hast, und versucht Gott damit zu bluffen? Satan ist kein Dummkopf. Was er Gott über dich erzählen wird, ist das, was du tatsächlich getan hast und das falsch war. Und er beobachtet dein Leben ziemlich genau. Und wenn du etwas Falsches getan hast, geht er zu Gott und sagt: „Sieh mal, was der Bursche getan hat, und ich lüge nicht. Es ist hundertprozentig wahr.“ Und genauso redet er über den nächsten: „Sieh mal, was der da getan hat. Und es ist hundertprozentig wahr.“ Wir sehen also, dass Satans Anklagen vor Gott alle hundertprozentig wahr sind, nicht neunzigprozentig, nein hundertprozentig wahr.

Hieraus lernen wir noch etwas anderes. Wenn jemand dir eine Geschichte erzählt, die nicht übertrieben und hundertprozentig wahr ist, so kann diese Person trotzdem ein Verkläger der Brüder sein. Und es heißt hier, dass Satan das Tag und Nacht tut. Er arbeitet Vollzeit, um die Brüder zu verklagen. Er braucht seine Agenten auf der Erde. Er hat eine Vielzahl von Agenten unter den Ungläubigen, die seine Kinder und seine Diener sind, aber auch unter Gottes Kindern hat er viele Agenten. Menschen, die gegen jemanden Bitterkeit hegen, die jemandem nicht vergeben haben, die eine Klage gegen jemanden haben und umhergehen und Geschichten über diese Person erzählen. Darum heißt es in Kolosser 3,13: „Vergebt einander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!“ Jeder! Hast du eine Klage gegen jemanden? Hat dir jemand Unrecht getan? Vergib. Wenn du nicht vergibst, wirst du zu einem Agenten Satans. Das geschieht sehr, sehr leicht. Vielleicht denkst du: „Nein, nein, ich habe vergeben.“ Aber die Tatsache, dass du hingehst und den Leuten deine Leidensgeschichte erzählst, damit man Mitleid mit dir hat, ist ein Zeichen dafür, dass du tief im Innern dieser Person überhaupt nicht vergeben hast. Und wen ruinierst du? Du denkst vielleicht, du ruinierst den Ruf dieser Person, indem du Geschichten über sie verbreitest. Weißt du denn nicht: Wenn diese Person Gott liebt und es ernst meint, dann wird Gott selbst das Böse, das du ihm antust, für sie zum Guten und zur Heiligung wirken lassen. Du bist es, der ruiniert sein wird. Also werde frei davon. Jesus betet für seine Kinder, für seine Brüder und Schwestern, die versagt haben. Satan verklagt sie. Du kannst wählen. Entweder tust du dich mit Jesus zusammen und betest für sie, oder du tust dich mit Satan zusammen und klagst sie an. Ich hoffe, dass wir spätestens von heute an die richtige Wahl treffen werden.

   
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