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Wort zur Woche
Oktober 2014 (2)
Den Satan durch Gotteslob überwinden - Zac Poonen
(Overcoming Satan Through Praise)

In Psalm 8,3 lesen wir diesen Satz, den Jesus zitierte, als kleine Kinder im Tempel laut riefen und Gott priesen. Wie wir in Matthäus 21 lesen, streuten die Menschen Palmzweige und legten ihre Kleider auf den Weg, auf dem Jesus, auf einem Esel reitend, nach Jerusalem einzog. Als Jesus in den Tempel kam, schrien die Kinder „Halleluja“, „Hosianna dem Sohn Davids“. Und die Hohepriester, die so viel Lärm und all das nicht mochten, waren der Meinung, dass die einzig richtige Art und Weise Gott zu loben, leise und feierlich sei. Nun gibt es selbst heute noch Menschen, die denken, dass man Gott nur leise und feierlich loben und preisen kann, als säße man bei einer Beerdigungsfeier. Ich glaube von ganzem Herzen, dass es solchen Lobpreis gibt, bei dem wir Gott in der Stille preisen, aber es gibt auch einen Lobpreis, der vor Gott wohlgefällig ist, bei dem Freudenschreie ausgestoßen werden. Die Bibel sagt: „Jauchzet dem Herrn“.

Wir beten Gott mit Jubelrufen an, und wir beten ihn auch in feierlicher Stille an. Es gibt nicht nur die eine Art des Lobpreises oder nur die andere Art, sondern hier war es absolut angemessen, dass die Kinder voller Freude waren und Gott lobten. Habt ihr je gesehen, wie die Leute eine Mannschaft bejubeln, die gerade ein Kricketspiel gewonnen hat? Sagen wir, Indien spielt gegen Pakistan, und Indien gewinnt gerade. Könnt ihr euch vorstellen, wie das ganze Stadion in Jubel ausbricht? Warum eigentlich jubeln Christen nicht darüber, dass Jesus ihre Sünde vergeben hat, dass Jesus den Teufel besiegt hat, dass Jesus am Kreuz alles vollbracht hat, dass Christus in Herrlichkeit wiederkommen wird und dass er sein Reich auf Erden aufrichten wird? Die Leute sitzen mit langen Gesichtern in der Gegenwart Gottes. Jesus war begeistert, als er den Jubel hörte, und als die Hohepriester diese kleinen Kinder, die Gott lobten, kritisierten, zitierte Jesus Psam 8,3. Er sagte: „Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde von Unmündigen und Säuglingen hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.“ Was lesen wir also hier? Dass Gotteslob das Mittel ist, durch das Gott dem Feind den Mund stopft. Und sehr oft könnt ihr in eurem Leben oder in eurem Zuhause dem Teufel deshalb den Mund nicht stopfen, weil ihr Gott nicht lobt.

Der Teufel hasst Lobpreis, das sage ich euch. Er hasst Lobpreis in der Familie, im Leben und in der Gemeinde. Und deshalb macht er die Menschen so grollend, griesgrämig und vorwurfsvoll, denn dann kann er in ihrem Leben und in ihrem Zuhause herrschen. Satan kann die ehrlichen Jubelrufe zu Gott nicht ertragen, deshalb kann er nicht im Himmel bleiben, denn im Himmel jubeln alle Engel und rufen Gottes Lob. Wie kann es der Teufel dort aushalten? Und er kann es in keiner Gemeinde aushalten, wo jeder Gott lobt und dankt und jubelt. Ich sage euch, er kann es nicht ertragen. Er kann nicht in einem Zuhause sein, wo man Gott lobt. Er kann nicht in einem Leben wohnen oder in einem Herzen, in dem Gott gelobt wird. Jesus war so begeistert, als er die kleinen Kinder sah, die Gott lobten, weil es ihn an sein Zuhause erinnerte, den Himmel. Jesus war es gewohnt, seit Ewigkeit im Himmel zu leben, wo er die Engel hörte, die Gott mit Stimmen wie Donner priesen, und dann kam er auf die Erde und lebte in Nazareth und sah so viele Leute, grollend, griesgrämig, vorwurfsvoll. Nun, er war traurig darüber, aber hin und wieder erlebte er eine Situation wie diese, dass Kinder schrien und Gott lobten, und das erinnerte ihn an sein himmlisches Zuhause. Aber die religiösen Leute konnten das einfach nicht verstehen. Sie konnten diese Art des Lobpreises nicht ertragen. Was beweist das eigentlich? Dass sie tatsächlich mit dem Teufel Gemeinschaft hatten. Der Teufel hasste solchen Lobpreis und jene religiösen Leute hassten solchen Lobpreis. Wie sieht es in eurem Leben aus? Habt ihr dem Teufel Raum gegeben durch den Geist des Grollens und Kritisierens?

Wir lesen in Psalm 8, dass der Lobpreis aus dem Mund von Kindern eine Macht schafft, die dem Feind den Mund stopft und den Rachgierigen vertilgt. Und wenn wir uns die Christen heute ansehen, erkennen wir, wie Satan überall Erfolg hatte. Meistens geht er auf zwei Arten vor. Entweder beendet er die Rufe des Gotteslobes gänzlich, und das hat er in vielen Familien, in vielen Gemeinden, in vielen Leben getan. Es gibt keine Jubelrufe mehr. Und wenn er damit keinen Erfolg hat, wendet er eine andere Methode an. Nämlich wird er, wo Menschen Gott preisen, sie unaufrichtig machen, das heißt, sie werden es mit ihrem Mund sagen, aber in ihrem Herzen ist es nicht wahr, und in ihrem Leben ist es nicht wahr. Mit beiden Methoden hat er Erfolg. So gibt es Gemeinden, wo man Gott überhaupt nicht mehr lobt und einige andere Gemeinden, wo das Gotteslob nur noch ein Ritual ist und nichts, was im Leben der Gläubigen immer wahr ist, sondern sie preisen Gott nur am Sonntagmorgen. Und so ist Satan in beiden Arten von Gemeinden erfolgreich, aber was sucht Gott? Er sucht nach Gemeinden, Familien, Einzelpersonen wie dich, die entschlossen sind, den Teufel aus ihrem Leben, aus der Gemeinde, aus ihrem Zuhause hinauszujagen, und das durch aufrichtigen Lobpreis.

Warum hasst Satan aufrichtiges Gotteslob? Deshalb, weil er durch Gotteslob, wie wir in Psalm 8 gesehen haben, seine Macht über dich verliert. Leeres Lob jedoch, das nicht aus einem heiligen Leben und aus einem aufrichtigen Herzen kommt, hat keine Macht. Aber wenn es aus einem Herzen kommt, das wirklich Gott hingegeben ist, hat es gewaltige Macht. Ihr wisst, wie die Israeliten das goldene Kalb anbeteten und es Jehova nannten und laut „Jehova“ riefen. Mose und Josua hörten das aus weiter Entfernung, aber es war kein echter Lobpreis. Es war ein leer und hohl. Inmitten des Lobpreises gab es Unmoral, und dasselbe kann heute pasieren. Menschen können Gott mit lauter Stimme loben und doch kann inmitten des Lobpreises für Jesus Unmoral sein. Aber wo das Gotteslob aus Aufrichtigkeit geschieht, kannst du absolut sicher sein, dass es Macht hat, den Teufel davonzujagen. Warum übst du dich nicht von heute an in solchem Gotteslob?

   
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