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Wort zur Woche
September 2014 (4)
Die große Bedeutung von Opferbereitschaft beim Bau des Leibes Christi - Zac Poonen
(The Importance of Sacrifice in Building the Body of Christ)

Wir alle hätten gern die Vollmacht, die ein Mann wie Paulus hatte. Aber dazu müssten wir alles aufgeben, wie er es tat, und es als wertlosen Dreck ansehen (Phil 3,7-9).

Jesus sagte zum Vater: „Alles, was mein ist, das ist dein.“ Und er konnte hinzufügen: „Und was dein ist, das ist mein“ (Joh 17,10). Wenn wir alles, das uns gehört, freiwillig Gott geben, dann wird uns auch alles, was Gott hat, umsonst gegeben werden. In dem Maß, wie wir ihm geben, gibt er uns. Das ist der Grund, warum viele christliche Leiter so arm sind, wenn es um geistliche Vollmacht geht: Sie haben nicht alles, was sie haben, Gott gegeben.

In Johannes 2,23-25 lesen wir, dass Jesus, obwohl viele an ihn glaubten, sich ihnen nicht anvertraute. Auch wir könnten zu denen gehören, denen der Herr sich nicht anvertraut, weil er sieht, was in uns ist und was unsere Motive sind.

Wenn wir wählen müssen zwischen unserem Beruf und dem Bauen des Leibes Christ, wie werden wir uns entscheiden? Sind wir bereit, die Karriere in unserem irdischen Beruf aufzugeben, um mehr Zeit zu haben, Gemeinde zu bauen? Falls nicht, warum sollte Gott sich uns anvertrauen?

Sind wir bereit, unser Zuhause für das Volk Gottes zu öffnen? Oder ist uns Bequemlichkeit und Privatsphäre wichtiger? Wenn wir in irgendeinem Bereich das Unsere suchen, werden wir keine geistliche Vollmacht von Gott bekommen, selbst wenn wir dafür fasten und beten. Gott lässt sich nicht zum Narren halten.

Alles – jawohl, alles – in unserem Leben muss an zweiter Stelle stehen hinter dem Reich Gottes, wenn wir den Leib Christi bauen wollen. Bei Gott gibt es keine Parteilichkeit. Wir sind alle gleich vor ihm. Was er für andere tat, das wird er auch für uns tun. Jesus und Paulus wurden von Gott in ihrem Dienst machtvoll bestätigt, weil sie einen Preis zahlten. Gott wird dasselbe für uns tun, wenn wir bereit sind, denselben Preis zu zahlen.

Auch unser Geld und unsere Ersparnisse müssen Gott gehören, wenn wir die Gemeinde bauen wollen. Als Gott Noah befahl, die Arche zu bauen, fragte Noah nicht, wer für die Kosten aufkommen würde, die beim Bau eines solch großen Schiffes anfallen würden. Hätte er diese Frage gestellt, hätte Gott ihm gesagt: „Du selbst musst bezahlen. Wer sonst?“ Aber Noah brauchte nicht zu fragen, denn er wusste es ja schon. Die Frage ist, ob wir es wissen. Wahrscheinlich musste Noah Teile seines Besitzes verkaufen, um die Arche zu bauen. Aber wie viele Diener Gottes kennen wir, die bereit sind, ihren persönlichen Besitz zu verkaufen, um das Werk Gottes zu finanzieren? Wer nicht alles, was sein ist, Gott gibt, wird feststellen, dass Gott ihm auch nicht alles, was sein ist, gibt.

Die meisten Diener Gottes haben die Einstellung, dass, wenn es sich um das Werk des Herrn handelt, das Geld dafür von irgendwoher kommen muss, aber nicht aus ihrer eigenen Tasche. Sie geben großzügig das Geld aus, das in den Opferkasten kommt. Aber eigenes Geld geben sie nicht so großzügig für das Werk Gottes. Ein Diener Gottes, der nicht frei geworden ist von der Macht des Geldes in seinem Leben, kann niemals geistliche Vollmacht haben.

Haben wir je zum Herrn gesagt: „Herr, dein Werk ist mein Werk. Und meine Ersparnisse sind deine Ersparnisse. Ich mache keinen Unterschied zwischen meinem Geld und deinem Geld“? Wenn wir dies nicht dem Herrn gesagt haben (und es auch meinen), dann sind wir noch unter dem alten Bund, wo man meinte, zehn Prozent des Geldes gehört Gott und neunzig Prozent gehört einem selbst. Hatte man den Zehnten gegeben, gab es keine weiteren Verpflichtungen.

Aber Jesus ist nicht gekommen, um zehn Prozent seines Einkommens dem Vater zu geben. Er kam, um einen neuen Bund aufzurichten und die Gemeinde des neuen Bundes zu bauen. Und so gab er seinem Vater einhundert Prozent. Und nun sagt er uns: „Folge mir nach“. Nur der kann geistliche Vollmacht haben, der Gott ALLES gegeben hat.

Wir müssen bereit sein, den Leib Christi zu bauen, was immer es uns kosten möge, sei es unser Geld, unsere Ehre, unsere Bequemlichkeit, unsere körperliche Kraft, unser Ruf, unsere Arbeit oder sonst etwas. Es darf keine Einschränkung dafür geben, was wir für den Herrn zu opfern bereit sind. Wir dürfen in keiner Hinsicht unsere eigene Bequemlichkeit suchen. Alles, was wir tun, muss dazu dienen, den Leib Christi zu bauen. Selbst unser irdischer Beruf darf nichts anderes sein, als ein Mittel, unser Brot zu verdienen, damit wir niemandem in der Gemeinde finanziell zur Last fallen.

Lasst uns also Buße tun über unsere geizige Einstellung Gott gegenüber. Mögen wir in den kommenden Tagen reich für Gott werden, damit wir geistliche Vollmacht in unserem Leben haben und in unserem Land zur Ehre Gottes den Leib Christi bauen.

   
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