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Wort zur Woche
April 2012 (3)
Eine herausragende Warnung an alle Männer - Zac Poonen
(An Outstanding Warning to All Men)

Im Kapitel 13 des Buches der Richter lesen wir von der Familie Manoach, die keine Kinder hatte. Eines Tages erschien ihnen der Engel des Herrn und sagte ihnen, dass sie einen Sohn haben würden, und dass er als ein Nazoräer [Gottgeweihter] erzogen werden sollte. Simson wurde geboren. Der Herr segnete ihn und der Geist Gottes – die Salbung, welche das Geheimnis der Kraft all dieser Führer war – fing an, ihn umzutreiben (Ri 13,25). Aber leider lesen wir auch, dass Simson sehr früh in seinem Leben rückfällig wurde. Jedes Mal, wenn er eine hübsche Frau sah, konnte er seine Lüste einfach nicht kontrollieren. Er vergaß völlig seine Berufung, dem Herrn zu dienen und ging dieser Frau nach – ob sie nun eine jüdische oder heidnische Frau war, spielte für ihn keine Rolle, solange sie gut aussah! Das war sein ganzes Leben lang seine Schwäche. Ohne Zweifel, Gott gebrauchte ihn, aber er hatte eine enorme Schwäche für hübsche Frauen – wie so manche Prediger heute. Simsons Verhalten steht in krassem Gegensatz zum Verhalten Josefs. Josef lebte zu einer Zeit, bevor das Gesetz gegeben wurde und er hatte viel weniger Offenbarung über Gottes Wege als Simson. Doch er blieb Gott wiederholt treu – und war daher über Jahrtausende ein herausragendes Vorbild für junge Männer. Andererseits war Simson für alle Männer über Jahrtausende eine herausragende Warnung!

In Richter 14,5-6 lesen wir: „So ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna. Und als sie kamen an die Weinberge von Timna, siehe, da kam ein junger Löwe brüllend ihm entgegen. Und der Geist des HERRN geriet über ihn, und er zerriss ihn…“ Er war diesbezüglich so demütig, dass er niemandem davon erzählte – nicht einmal seinem Vater und seiner Mutter. Simson wusste, dass es die Kraft des Heiligen Geistes war, die ihn befähigt hatte, dies zu tun. In Richter 14,10 lesen wir, dass sein Vater hinabging, um die Frau von den Philistern, die Simson mochte, zu treffen, und er gab sie ihm zur Frau. Das war ein direkter Ungehorsam gegen Gottes Gesetz, das klar befahl, dass die Israeliten niemals Nicht-Israeliten heiraten sollten. Simsons Leben war voller Höhe und Tiefen – manchmal ging es aufwärts, aber meistens abwärts. Wir lesen in Richter 16,1, dass er hinab nach Gaza ging. Er sah dort eine Hure, mochte sie und beging mit ihr Unzucht. Als er erwischt wurde, hob er die Tore der Stadt aus den Flügeln und haute mit ihnen ab! Später traf er eine andere Frau von den Philistern namens Delila und verliebte sich in sie (Ri 16,4). Gott muss oft zu seinem Gewissen gesprochen haben, aber er wollte nicht hören. Er rühmte sich vielleicht der Tatsache, dass Gott ihn BENUTZTE – genauso wie es heute viele tun. Viele werden am Tag des Gerichts zu Jesus kommen und Ihn an die Zeit erinnern, als Er sie in verschiedenen Diensten gebraucht hatte. Aber der Herr wird sie alle in das Feuer der Hölle werfen, weil sie in ihrem Privatleben in Sünde lebten (Mt 7,22-23). Wenn wir Gottes sanfte Warnungen an unser Gewissen zurückweisen, können auch wir uns wie diese Prediger selber zerstören.

Simson legte seinen Kopf schließlich in Delilas Schoß und offenbarte ihr das Geheimnis seiner Stärke. Sie schnitt ihm gleich danach das Haar ab - und das war das Ende seines Dienstes. Was für eine Tragödie! Ein Mann, der ein solch mächtiger Befreier war, wurde ein Sklave seiner eigenen Begierden und Leidenschaften. Paulus sagt in 1. Korinther 9,27: „Es ist für mich möglich, anderen zu predigen, und dennoch selber disqualifiziert zu werden, wenn ich meinen Leib nicht zähme“ (frei übersetzt). Die Living Bible gibt diesen Vers auf diese Weise wieder: „Ich bringe meinen Leib dazu, das zu tun, was er tun sollte, und nicht was er tun möchte.“ Das bedeutet, dass wir unseren Leib dazu bringen sollten, das zu essen, was er essen sollte und nicht was er essen möchte; wir bringen unseren Leib dazu, zu schlafen, so viel er schlafen sollte, nicht wie viel er schlafen möchte. Wir müssen unsere Augen kontrollieren, damit sie nur das anschauen, was sie anschauen sollten, und nicht was sie anschauen möchten. Wir müssen unsere Zunge kontrollieren, damit sie spricht, was sie sprechen sollte, und nicht, was sie sprechen möchte.

Wenn wir unsere physischen Leidenschaften nicht kontrollieren, mögen wir wunderbare Botschaften predigen und am jüngsten Tage dennoch vom Herrn verworfen werden. So viel hängt davon ab, dass wir unsere körperlichen Leidenschaften zähmen. Das ist die Botschaft, die uns die Geschichte von Simson vermittelt, der einen wunderbaren Dienst hatte, der so viele Menschen segnete, der sich aber schließlich selber disqualifizierte. So viele große Prediger sind hübschen Frauen zum Opfer gefallen. Lass dich nicht von den Gaben, die solche Männer ausüben oder von der Größe ihrer Organisationen beeindrucken!! Es ist sehr viel ernster, wenn ein Leiter in Sünde fällt, als wenn ein gewöhnlicher Gläubiger in Sünde fällt. Wem mehr gegeben ist, von dem wird auch mehr gefordert.

Wenn du in deiner Beziehung mit dem anderen Geschlecht nicht treu bist, dann entehre Gottes Namen nicht, indem du ein Ältester oder ein Leiter bist. Mache den Menschen nicht vor, dass du ein heiliger Mann Gottes bist, wenn du in Sünde lebst. Gott wird dich eines Tages öffentlich entlarven, wenn du so weiterlebst. Du magst denken, dass du klug genug bist, deine Sünde zu verbergen. Aber du bist nicht klug genug für Gott. Er wird dich mehr entlarven, als du bisher entlarvt worden bist.

Deutsche Übersetzung: Alois Mair

   
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