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In Epheser 5,25 steht geschrieben, dass „Christus die Gemeinde geliebt und hat SICH SELBST für sie dahingegeben hat“. Um die Gemeinde zu bauen, müssen wir die Kirche auf dieselbe Weise lieben. Es ist nicht genug, nur unser Geld oder unsere Zeit zu geben. Wir müssen UNS SELBST hingeben – unser eigenes Leben.
Als Gott Seine Liebe zum Menschen beschreiben wollte, konnte Er Seine Liebe nur mit einem irdischen Vorbild vergleichen – die Liebe einer Mutter zu ihrem neugeborenen Kind (siehe Jes 49,15). Wenn man eine Mutter beobachtet, wird man feststellen, dass ihre Liebe für ihr Baby voll vom Geist der Aufopferung ist. Von frühmorgens bis spätabends und sogar die Nacht hindurch opfert und opfert und opfert sich eine Mutter für ihr Baby auf. Und sie bekommt dafür nichts. Sie erträgt für ihr Kind Jahr für Jahr freudig Schmerz und Unannehmlichkeiten und erwartet dafür keinerlei Gegenleistung. Das ist die Art und Weise, wie Gott auch uns liebt. Und das ist die Natur, die Er uns verleihen möchte. Aber es ist unmöglich, irgendwo auf der Welt eine Gemeinschaft zu finden, von der man ehrlich sagen könnte, dass sich alle einander auf diese Weise lieben.
Die meisten Christen wissen nur, wie man diejenigen liebt, die mit ihnen übereinstimmen und die sich ihrer Gruppe anschließen. Ihre Liebe ist menschlich und von der aufopfernden Liebe einer Mutter weit entfernt!!
Göttliche Liebe ist jedoch das Ziel, das wir anstreben sollten. Jedes Mal, wenn wir die obigen Verse in Liedern besingen, sollten wir nicht nur ehrlich zugeben, dass unsere Liebe nicht so ist, sondern auch unsere Hoffnung und unser Verlangen bekennen, dass unsere Liebe eines Tages so sein wird.
Einer Mutter ist es egal, ob andere Menschen in ihrer Umgebung etwas für ihr Kind aufopfern oder nicht. Sie opfert selbst alles freudig auf. Ebenso wird sich jemand, der die Kirche als sein eigenes Baby betrachtet, nicht darum kümmern, ob die anderen um ihn herum irgendetwas für die Kirche aufopfern oder nicht. Er wird sich selbst voller Freude aufopfern und er wird gegenüber niemandem eine Klage oder eine Forderung haben. Menschen, die sich beklagen, dass andere der Kirche zuliebe keine Opfer bringen, sind keine Mütter sondern angestellte Krankenschwestern. Solche Krankenschwestern haben feste Arbeitszeiten und werden sich beklagen, wenn die Kollegin für die nächste 8-Stunden-Schicht nicht pünktlich zur Arbeit erscheint.
Aber eine Mutter hat keine tägliche 8-Stunden-Schicht. Sie arbeitet jeden Tag 24 Stunden – jahrein, jahraus –und sie wird nicht einmal dafür bezahlt. Sogar wenn ihr Kind 20 Jahre alt ist, ist ihre Arbeit nicht vorbei!! Nur Mütter können für ihr Baby täglich Milch haben. Krankenschwestern können für die Babies, die sie betreuen, keine Milch produzieren. Ebenso werden jene, die in der Kirche wie Mütter sind, für ihre geistlichen Kinder stets ein Wort haben – in jeder Versammlung. Viele Älteste haben für die Kirche kein Wort, weil sie Krankenschwestern, keine Mütter, sind.
Eine Mutter erwartet von ihren Kindern keinerlei Bezahlung. Kein Kind bezahlt seine Mutter jemals für ihren Dienst. In der Tat, wenn man den Lohn, den eine Mutter bekommen sollte, berechnete und dabei einen Stundenlohn von 30 Rupien (den Krankenschwestern in Indien bezahlt bekommen) zugrunde legt, wird man feststellen, dass jedes Kind seiner Mutter mehr als drei Millionen Rupien schuldet, sobald es 20 Jahre alt geworden ist!! Welches Kind kann seiner Mutter jemals eine solche Summe zurückzahlen?
Die Frage, die sich daraus für uns ergibt, ist Folgende: Wer ist bereit, auf diese Weise für den Herrn und für Seine Kirche zu arbeiten – ohne irgendeine Bezahlung zu bekommen, sondern indem er/sie sich Tag für Tag, Jahr für Jahr, selbst hingibt, bis Christus zurückkehrt?
Wenn Gott bloß eine Person irgendwo mit dieser Gesinnung finden kann, wird Er sie benutzen, um die Kirche in viel größerem Ausmaß zu bauen, als Er 10.000 halbherzige Gläubige benutzen kann, die versuchen, Ihm ohne den Geist der Aufopferung zu dienen.
Wenn Jesus auf die Erde zurückkehrt und du vor Ihm stehst, wirst du dann irgendein Bedauern über die Art und Weise, wie du gelebt hast, haben, oder wirst du in der Lage sein, auf ein Leben zurückzublicken, das nutzbringend für das Reich Gottes verwendet wurde?
Viele lassen sich einfach treiben und verschwenden ihr Leben auf Erden.
Wach auf, bevor es zu spät ist und bitte Gott, dir zu zeigen, dass Sein Weg der Weg der Aufopferung ist.
Wer Ohren hat zu hören, der höre.
Deutsche Übersetzung: Alois Mair
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