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Wort zur Woche
Mai 2010 (1)
Ein wahrer Diener Gottes wird weder populär noch in der Lage sein, Geld zu machen
- Zac Poonen
(A true servant of God will neither be popular nor be able to make money)

Während der ganzen Geschichte war es eine Tatsache, dass das Volk Gottes immer falsche Propheten bevorzugte, die ihnen die Ohren kitzelten und Dinge sagten, die sie glücklich machten. Die Mehrheit von Gottes Volk kümmerte sich nie darum, Gottes wahren Propheten zuzuhören, die ihnen die Wahrheit sagten. Wenn du also ein wahrer Prophet Gottes bist, der Gottes Wort predigen möchte, erinnere dich an Eines: Du wirst niemals populär sein. Du wirst nicht in der Lage sein, Geld zu machen. Du wirst verachtet und abgelehnt werden wie es jene alttestamentlichen Propheten waren. Trotz all dem sprach der Herr zu Israel dennoch in Micha 2,12: „Ich will dich, Jakob, sammeln ganz und gar und, was übrig ist von Israel, zusammenbringen.“ Die meisten Propheten sagten voraus, dass es einen Rest geben würde, den Gott von Babylon nach Jerusalem zurückbringen würde.

Das ist auch heute noch wahr. Obwohl der Großteil des Christentums in einem abgefallenen Zustand ist, gibt es einen Rest von gottesfürchtigen Menschen auf Erden, die Zeugen für die Wahrheit sind. Wenn du eine gottesfürchtige Person bist, solltest du nach diesem Rest Ausschau halten, wo auch immer du hingehst. Halte Ausschau nach jenen, die aufrichtig nach Gott suchen und die babylonischen Systeme verlassen.Man kann sie nicht in einer Glaubensgemeinschaft finden. In einer Stadt mag man sie in einer Kirche finden. In einer anderen Stadt mag man sie nicht als Zweig jener ersten Kirche finden. Es gibt heute auf der Welt nirgendwo eine „restliche Glaubensgemeinschaft“ – nur örtliche „Rest-Gemeinden“. So musst du dich an jedem Ort fragen: „Herr, wo versammelt sich Dein Volk an diesem Ort?“ Er wird dich zu ihnen führen.

„Hört doch, ihr Häupter im Hause Jakob und ihr Herren im Hause Israel! Ihr solltet die sein, die das Recht kennen. Aber ihr hasst das Gute und liebt das Arge; ihr schindet ihnen die Haut ab und das Fleisch von ihren Knochen und fresst das Fleisch meines Volks. Und wenn ihr ihnen die Haut abgezogen habt, zerbrecht ihr ihnen auch die Knochen; ihr zerlegt sie wie in einen Topf und wie Fleisch in einem Kessel. Darum, wenn ihr nun zum Herrn schreit, wird er euch nicht erhören, sondern wird sein Angesicht vor euch verbergen zur selben Zeit, wie ihr mit eurem bösen Treiben verdient habt. So spricht der Herr wider die Propheten, die mein Volk verführen, die das predigen, es werde gut gehen, wenn man ihnen zu fressen gibt; wer ihnen nichts ins Maul gibt, dem predigen sie, es werde ein Krieg kommen. Daher soll euch die Nacht ohne Gesichte sein und die Finsternis ohne Wahrsagung. Die Sonne soll über den Propheten untergehen und der Tag über ihnen finster werden. Und die Seher sollen zuschanden und die Wahrsager zu Spott werden; sie müssen alle ihren Bart verhüllen, weil kein Gotteswort da sein wird“ (Mi 3,1-7).

Die Geschichte wiederholt sich. Vor 2600 Jahren liebten die Prediger jene Menschen, die ihnen große Geschenke gaben und die ihnen tröstliche Botschaften prophezeiten. Dasselbe passiert heute! Aber wenn jemand arm war und diese Prediger nicht zu einem guten Essen einladen konnte, bedrohten sie sie. Das sind keine Diener Gottes, sondern falsche Propheten. Sie prophezeiten Falsches, sie behaupteten, sie hätten Visionen von Gott geschaut, so wie viele Betrüger heute. Aber Gottes Botschaft an sie war: „Daher soll euch die Nacht ohne Gesichte sein und die Finsternis ohne Wahrsagung. Die Sonne soll über den Propheten untergehen und der Tag über ihnen finster werden. Und die Seher sollen zuschanden und die Wahrsager zu Spott werden; sie müssen alle ihren Bart verhüllen, weil kein Gotteswort da sein wird“ (Mi 3,5-7).

Micha war mit dem Heiligen Geist erfüllt und hatte keine Angst, solche falsche Propheten zurechtzuweisen: „Ich aber bin voll Kraft, voll Geist des Herrn, voll Recht und Stärke, dass ich Jakob seine Übertretung und Israel seine Sünde anzeigen kann“ (Mi 3,8). Das mag wie Prahlerei klingen, aber das war es nicht. Micha zog einen Kontrast zwischen ihm und den anderen Propheten seiner Zeit. Jahrhunderte später, zog auch Paulus einen Kontrast zwischen ihm und anderen.Paulus sagte: „Denn ich habe euch das Evangelium Gottes ohne Entgelt verkündet. Warum? Ich möchte denen den Anlass nehmen, die einen Anlass suchen, sich zu rühmen, sie seien wie wir. Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi“ (2Kor 11,7-13). Paulus diente Gott nicht für Geld wie die falschen Apostel seiner Zeit und wie die meisten Prediger heute.

Micha hatte denen, die für Geld predigten, eine Menge zu sagen. „So hört doch dies, ihr Häupter im Hause Jakob und ihr Herren im Hause Israel, die ihr das Recht verabscheut und alles, was gerade ist, krumm macht; die ihr Zion mit Blut baut und Jerusalem mit Unrecht – seine Häupter richten für Geschenke, seine Priester lehren für Lohn und seine Propheten wahrsagen für Geld – und euch dennoch auf den Herrn verlasst und sprecht: Ist nicht der Herr unter uns? Es kann kein Unglück über uns kommen. Darum wird Zion um euretwillen wie ein Acker gepflügt werden, und Jerusalem wird zu Steinhaufen werden“ (Mi 3,9-12).

Die alttestamentlichen Propheten sprachen in jenen Tagen viel über Korruption unter den Predigern, weil das das Volk Gottes zerstörte. Heute passiert dasselbe. Die Priester und Propheten predigten nur, wenn sie bezahlt wurden. Doch sie alle behaupteten, sich auf den Herrn zu verlassen. Das ist die Art von Täuschung, die auch heute praktiziert wird.

Ein Diener Gottes hat das Recht, freiwillige Gaben, die ihm zugewendet werden, anzunehmen. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem und seiner Aussage, dass er Gott nur dienen möchte, wenn er bezahlt wird!! Was ist der Unterschied zwischen einem Gehalt und einer Gabe [Geschenk]? Ein Gehalt kannst du einfordern, aber ein Geschenk nicht. Wenn du ein Geschenk bekommst, so lobe Gott dafür. Wenn du kein Geschenk bekommst, danke Ihm dennoch. Du kannst jeden Monat Geld erhalten, aber du musst es als ein Geschenk annehmen, nicht als ein Gehalt. Betrachte ein Geschenk, das du erhältst, nie als ein Gehalt.

Ein wahrer Diener Gottes wird fortfahren, Ihm zu dienen, ob er nun Geld bekommt oder nicht, ob er Nahrung bekommt oder nicht. Er ist für jene Menschen dankbar, die ihm Gaben geben. Aber er ist nicht von ihnen abhängig. Gott mag entscheiden, deine Bedürfnisse auf einer regelmäßigen oder unregelmäßigen Basis zu stillen. Auf welche Weise auch immer, wir dürfen nie predigen, weil wir bezahlt werden. Wir dürfen nie einen Dienst für den Herrn für Geld tun. Wenn du diesem Prinzip folgst, wird Gott auf die eine oder andere Weise für all deine Bedürfnisse sorgen, und du wirst von der Falle bewahrt werden, in die viele Prediger stürzen.

Deutsche Übersetzung: Alois Mair

   
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