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Das Wort Gottes wird in Psalm 119,103 mit SPEISE verglichen. Dasselbe Symbol kommt erneut in Jeremia 15,16 und 1. Petrus 2,2 vor. Auch der Prophet Hesekiel und der Apostel Johannes werden beide in der Heiligen Schrift gezeigt, wie sie ein Buch „essen“ (Hes 3,1-3; Offb 10,9-10).Wir haben hier ein Bild von Menschen, die das Wort Gottes in sich aufnehmen und verdauen. Nahrung gibt Kraft. Unser Körper kann sich ohne Nahrung nicht aufbauen. Eine Person, die unterernährt ist, wird mager und in ihrer körperlichen Verfassung schwach und damit nicht in der Lage sein, Krankheiten zu widerstehen. Ein leichter Schubs wird oft ausreichen, um ihn umzuhauen. Er wird auch nicht in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, wenn er von einer anderen Person körperlich angegriffen wird. In genau derselben Weise wird jemand, der das Wort Gottes vernachlässigt, unterentwickelt und in der Folge nicht in der Lage sein, Versuchungen und den Angriffen des Teufels zu widerstehen.Nur jene, die regelmäßig über Gottes Wort meditieren, werden zu starken, kräftigen Christen heranwachsen (1Joh 2,14). Das bloße Lesen der Bibel wird dich nicht stark machen, aber das Nachdenken darüber macht es dem Wort möglich, in das Innerste deines Seins durchzudringen und folglich zu einem Teil von dir, in deinem Herzen verborgen, zu werden (Ps 119,11). Hiob sagte, dass er die Worte aus Gottes Munde mehr als sogar seine tägliche Nahrung schätzte (Hi 23,12).Indem er täglich auf Gott hörte, baute er eine gewaltige Reserve an geistlicher Stärke auf. Ohne Zweifel hat dies zu Hiobs erstaunlicher Widerstandsfähigkeit im Angesicht von Satans heftigen Angriffen beigetragen. Er verlor seinen Glauben an Gott nicht, trotz all der Widrigkeiten, denen er begegnete. Seine Frau, die offensichtlich nicht dieselbe Achtung für Gottes Wort hatte wie ihr Ehemann, war bereit, Gott zu verfluchen, sobald das Unheil zuschlug. Nicht so Hiob. Sein Beispiel gibt uns eine Vorstellung von der gewaltigen Kraft, die Gottes Wort uns geben kann, wenn man es täglich empfängt, um jeder Prüfun im Leben zu begegnen.
In Jeremia 23, 29 wird das Wort Gottes mit FEUER verglichen.Feuer wird in der Bibel als ein Symbol dessen verwendet, was reinigt und verbrennt. Wenn man Gold ins Feuer gibt, wird es gereinigt, während Holz verbrannt wird. In ähnlicher Weise hat das Wort Gott für unser Leben eine reinigende Wirkung, indem es alles, was nicht Christusähnlich ist, eliminiert. Es zeigt uns nicht nur unsere Fehler, sondern macht uns auch heilig. Niemand kann jemals hoffen, heilig zu sein, ohne jeden Tag Zeit zu Jesu Füßen zu verbringen, denn das allein wird all die Schlacke aus seinem Leben beseitigen. Aber es ist auch furchtbar wahr, dass dasselbe Feuer denjenigen verbrennen wird, der das Wort Gottes zurückweist (Joh 12,48). Unsere Einstellung gegenüber Gottes Wort entscheidet, ob es reinigen oder zerstören wird. Wenn wir uns ihm unterstellen, wird es uns reinigen. Wenn wir es ignorieren oder verachten, dann wird es uns bestimmt verzehren. Im selben Vers von Jeremia 23 sehen wir, dass das Wort Gottes auch mit einem HAMMER verglichen wird – ein Hammer, der den Felsen in Stücke zerschlägt. Wenn man auf einem Berghang eine Straße bauen möchte, muss man Felsen zerbrechen. In der heutigen Zeit verwendet man dafür Dynamit, der in der Lage ist, riesige Hindernisse aus unserem Weg zu räumen.
Wir alle werden in unserem Leben mit Prüfungen und Versuchungen konfrontiert – mit Situationen, in denen uns die Berge eingeschlossen haben und es den Anschein hat, dass wir in einer Sackgasse stecken. Oft sind wir in solchen Situationen entmutigt und besiegt verharrt und wussten nicht, was wir tun oder wohin wir uns wenden sollten. Unsere Unwissenheit in Bezug auf die Verheißungen Gottes, die er uns in der Heiligen Schrift gab, hat uns in solchen Zeiten davon abgehalten, sie zu beanspruchen. Andernfalls würden diese Verheißungen, gleichsam wie Dynamit, die Hindernisse auf unserem Weg weggesprengt und uns triumphierend über das Berghindernis hinweg auf die andere Seite gebracht haben. Wie viel haben wir verpasst, weil wir Gottes Wort nicht kannten!
In Lukas 8,11 sehen wir, dass das Wort Gottes mit einem SAMEN verglichen wird, der, wenn er in den Boden gesät wird, Frucht hervorbringt. In 1. Petrus 1,23 heißt es, dass selbst unsere Neugeburt eine Folge davon ist, dass der Same in unserem Herzen sprosst. Nur wenn wir Frucht bringen, kann Gott durch unser Leben verherrlicht werden. Gibt es in deinem Leben und in deinem Dienst Frucht zur Ehre Gottes? Ist sie in deinem Leben offenbar, zu allererst was Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung betrifft? (Gal 5,22-23). Sodann, findest du Frucht in deinem Dienst, in Form von Sündern, die sich dem Herrn zuwenden und von Gläubigen, die sich ihm nähern? Wenn nicht, vielleicht liegt der Grund darin, dass du nicht regelmäßig das Wort Gottes in dein eigenes Herz als Samen „der in sich selber Leben trägt“ aufnimmst? Psalm 1,2-3 sagt uns, dass es derjenige ist, der regelmäßig über Gottes Wort nachsinnt, der wie ein fruchtbarer Baum ist, der in all seinem Tun Gelingen hat.
Deutsche Übersetzung: Alois Mair
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