Englisch
Wort zur Woche
5. August 2009
Wahre geistliche Vollmacht zeigen - Zac Poonen
(Demonstrating True Spiritual Authority)

Das Volk staunte über Jesu Predigten, weil sie einen Unterschied sahen zwischen dem, was er lehrte und der Art und Weise, wie die Pharisäer sie jahrelang gelehrt hatten.

Die Pharisäer hatten eine Menge Wissen. Jesus hatte sogar noch mehr Wissen als sie. Aber es war seine Vollmacht, nicht sein Wissen, die seine Zuhörer beeindruckte (Mt 7,29).

Wenn wir in unserem Dienst Wissen aber keine geistliche Vollmacht haben, werden wir wie die Pharisäer sein. Gott bekräftigte die Worte, die Jesus sprach. Das bedeutet es, mit geistlicher Vollmacht zu sprechen.

In Johannes 15,26-27 sagte Jesus zu seinen Jüngern, dass der Heilige Geist zusammen mit ihnen Zeugnis geben würde. Das bedeutet, dass jedes Mal wann sie predigten, würde der Heilige Geist ihre Worte bekräftigen. Das ist sicherlich die Art und Weise, wie ich meinen Dienst zu allen Zeiten ausüben möchte. Während ich für Jesus Zeugnis gebe, muss auch der Heilige Geist zu dem, was ich sage, Zeugnis geben. Er muss zu den Herzen meiner Zuhörer sagen: "Hört darauf. Das ist von Gott." Dann werde ich mit göttlicher Vollmacht sprechen. Aber wenn ich bloß ein getreues Zeugnis über Jesus gebe und der Heilige Geist meine Worte nicht bekräftigt, werde ich nicht als Irrlehrer bezeichnet werden, weil meine Doktrinen alle evangelikal sind. Aber ich werde dann immer noch ein Diener sein, der den Tod und nicht das Leben vermittelt.

Eines der größten Bedürfnisse in der heutigen Kirche ist die Demonstration von geistlicher Vollmacht im Dienst ihrer Leiter. Geistliche Vollmacht unterscheidet sich deutlich von religiöser Autorität. Was wir im Christentum gewöhnlich sehen ist religiöse Autorität, wo starke Gemeindeleiter ihre Herde beherrschen.

Es ist einfach Autorität über Menschen zu haben, wenn wir Gottes Wort predigen. Menschen schätzen unseren Dienst, weil er ihnen hilft. Dann wird es für uns leicht, für unsere Bewunderer kleine Götter zu werden. Wir müssen uns davor stets fürchten. Wir dürfen die Autorität, die wir durch unsere Gabe über andere haben, niemals ausnutzen. Wir dürfen nie versuchen, das Leben anderer Menschen zu führen. Wenn wir feststellen, dass sich andere an uns klammern, müssen wir sie sanft an den Herrn verweisen - zu ihrem eigenen Besten und für ihr geistliches Wachstum.

Paulus hatte eine solche, von Gott verliehene Vollmacht, dass er sogar eine Person in der Gemeinde zu Korinth dem Satan zum Verderben des Fleisches übergeben konnte, damit der Mann gerettet werden konnte (1Kor 5,5). Der Mann wurde später gerettet und kam reuevoll zurück in die Gemeinde. Paulus war der Gründervater dieser Gemeinde und solche Väter haben geistliche Vollmacht, die sonst niemand ausüben kann. Die Apostel hatten göttliche Vollmacht, die ihnen der Herr gab, um Menschen aufzubauen. Das ist die Art von geistlicher Vollmacht, die auch wir brauchen. Wir sehen im Leben des Apostels Paulus viele Manifestationen solch geistlicher Autorität, die für uns eine gewaltige Herausforderung sind.

Als die Jünger Jesus 3 ½ Jahre beobachteten, sahen sie, dass er völlig anders war als die Leiter und Prediger, die sie in ihren Synagogen gesehen hatten. Sie hatten noch nie jemanden getroffen, der wie er gelebt oder der wie er gesprochen hatte. Er hatte in seinem Leben und in seinem Dienst Vollmacht. Bis sie Jesus trafen hatten sie gedacht, dass geistliche Autorität das war, was sie in ihren Priestern und Bischöfen in den Synagogen gesehen hatten. Hätten sie Jesus nie getroffen, würden sie diese Priester und Bischöfe zu ihren Vorbildern gemacht haben. Aber jetzt hatten sie ein neues Vorbild, dem sie folgen konnten. Was unsere Jugend braucht sind bessere Vorbilder, denen sie folgen können. Es ist unsere Verantwortung, diese Vorbilder zu sein - als Menschen mit geistlicher Vollmacht.

Deutsche Übersetzung: Alois Mair

   
artikel | audio | über uns | kontakt

© Copyright - Christian Fellowship Church , Bangalore. (INDIEN)