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Das Erste, was ich dir in 1. Könige, Kapitel 17 über Elia zeigen möchte sind seine Worte an König Ahab: "So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe". Diese wahren Propheten fürchteten die Könige aus einem Grund nicht: Sie standen vor dem Herrn. Könige waren vor Gott bloß Staubkörnchen. Wir haben einen großen Bedarf an jungen Männern, die solche Propheten sein können. Die Kenntnis der Bibel ist wichtig. Aber noch wichtiger als das ist Folgendes: Du musst vor dem Angesicht Gottes leben. Um vor Gottes Angesicht zu leben, muss dein Gewissen 100%ig rein sein - nicht 99%, sondern 100%. Du musst dich selber völlig demütigen. Dein Gesicht muss die ganze Zeit im Staube sein. Das ist die Art und Weise, wie Elia lebte.
Wenn Gott keine solchen jungen Männer findet, dann hoffe ich, dass er einige Schwestern finden wird, die vor Gottes Angesicht leben und eine Stimme für ihn sind. Du magst nicht auf der Kanzel stehen, aber du kannst Menschen von deinem Zuhause aus beeinflussen. Gott braucht viele Brüder und Schwestern in unserem Lande, die vor seinem Angesicht leben.
Elia war ein Mann, der jeder Kleinigkeit, die Gott sagte, sofort gehorsam war (1Kön 17,5). Gott befahl ihm eines Tages, hinzugehen und sich am Bach Krit zu verstecken - und er ging sofort hin (1Kön 17,3). Dort brachten ihm die Raben Brot und Fleisch und er trank aus dem Bach (1Kön 17,6). Jeden Tag um 8 Uhr morgens kam ein Rabe und brachte ihm Speise. Nachmittags um 5 Uhr brachte ihm ein anderer Rabe erneut Speise. Diese Krähen brachten ihm Fleisch. Hätten ihm die Krähen Gemüse gebracht, wäre das allein schon ein Wunder gewesen. Aber es ist ein größeres Wunder, wenn eine Krähe Fleisch bringt (das sie liebt).
Das ist die Art und Weise wie Gott Elia versorgte. Aber allmählich fing Elia an, sich auf die Raben und nicht auf den Herrn zu verlassen!
Viele Diener des Herrn beginnen im Vertrauen auf den Herrn, dass er ihre finanziellen Bedürfnisse stillt. Aber nach ein paar Jahren verlassen sie sich nicht mehr länger auf den Herrn, sondern auf einige Raben - Menschen, die ihnen regelmäßig Unterstützung zukommen lassen! Genau das passierte Elia. Was tat nun der Herr? Er stoppte die Raben. Gott wollte Elias Abhängigkeit von den Raben abschütteln und ihn erneut lehren, auf den Herrn zu vertrauen. Danke also Gott, wenn die Raben nicht mehr kommen - wenn die zugesagte Unterstützung nicht kommt. Dann wirst du abermals lernen, dem Herrn allein in Bezug auf deine Bedürfnisse zu vertrauen. Ich bin durch solche Erfahrungen gegangen. Ich danke Gott für die Zeiten, wo er meine Augen von den Raben weg und auf ihn gelenkt hat, dem die Tiere auf den Bergen zu Tausenden gehören, und der gesagt hat, dass er all meinem Mangel abhelfen wird nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.
Der Herr änderte seine Methode und befahl Elia, nach Zarpat zu einer Witwe zu gehen. Zarpat lag außerhalb Israels. Elia mag sich vorgestellt haben, dass irgendein reicher Geschäftsmann für ihn sorgen würde. Als er aber Zarpat erreichte, fand er dort keinen reichen Geschäftsmann sondern eine arme Witwe, die gerade dabei war, ihr letztes Essen zuzubereiten! Und der Herr sprach zu Elia: "Sie wird dich versorgen!" Gottes Wege sind in der Tat erstaunlich. Gott tut solche Dinge, weil er ein eifersüchtiger Gott ist. Er möchte, dass wir ihm vertrauen und nicht Raben oder einem reichen Geschäftsmann. Er wird eine schwache Person benutzen, von dem du zu allerletzt Hilfe erwartest, damit kein Fleisch sich in seiner Gegenwart rühmen kann.
Die Witwe sagte: "Wir sind gerade dabei, das letzte Essen zuzubereiten und dann zu sterben". Elia sprach zu ihr: "Fürchte dich nicht. Mache zuerst mir etwas Gebackenes davon. Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden und dem Ölkrug soll nichts mangeln, bis auf den Tag, an dem der Herr regnen lassen wird auf Erden" (1Kön 17,13.14). Und das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt und dem Ölkrug mangelte nichts.
Es gibt heute viele Prediger, die diese Begebenheit benutzen, um arme Leuten zu lehren, ihnen Geld zu geben. Aber das ist eine völlige Fehlinterpretation dieses Ereignisses. Als Erstes sind die meisten heutigen Prediger keine Propheten wie Elia. Zweitens lieben die meisten der heutigen Prediger Geld, anders als Elia. Diese beiden Punkte allein stellen Elia in eine ganz andere Klasse als die meisten heutigen Prediger es sind, die die Armen ausbeuten.
Des Weiteren bat Elia die Witwe nur für eine bloße Mahlzeit, um in einer Zeit der Hungersnot zu überleben; er aß auch dieselbe Speise, die die Witwe und ihr Sohn aßen. Die heutigen Prediger bitten nicht um Geld damit sie überleben, sondern um ihren großzügigen Lebensstil zu unterstützen. Es gibt heute Scharen von falschen Predigern. Da der Großteil von Gottes Volk nicht zwischen einem wahren und einem falschen Prediger unterscheiden kann, sind sie verführt.
Deutsche Übersetzung: Alois Mair
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