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Wort zur Woche
3. Februar 2009
Durch Glauben das Erbteil geltend machen - Zac Poonen
(Claim Your Inheritance By Faith)

Josua 1:1, "Nachdem Mose, der Diener des Herrn, gestorben war, sprach der Herr mit Josua. Dieser war ein Mitarbeiter von Mose und ein Sohn Nuns ‚mein Diener Mose ist jetzt tot. Geh nun zusammen mit meinem Volk über den Jordan'. Es war Gott selbst der Josua erhoben und zum Führer nach Mose bestimmt hatte. Führerschaft kann nicht wirksam geübt werden, wenn nicht Gott selbst uns in eine Position setzt.

Der Herr sagte Josua dass Er ihm jeden Platz wo sein Fuss hintritt geben werde (Josua 1:3) und während seines ganzen Lebens kein Mensch vor ihm stehen würde (Josua 1:5). Dies ist symbolisch hinweisend auf das Versprechen im Neuen Testament das uns in Röm. 6:14 gegeben wird, "Die Sünde hat die Macht über euch verloren, denn ihr steht nicht mehr unter dem Gesetz, sondern seid durch Gottes Gnade frei geworden". Das Land Kanaan war früher schon von vielen Gewaltigen besetzt. Aber sie wurden alle besiegt. Nicht eine einzige Sünde (egal wie gross) kann uns besiegen. Dies ist Gottes Wille für uns. Aber Josua musste seinen Fuss auf ein Stück Land stellen und es in Gottes Namen für sich geltend machen. Nur dann wurde es seins. So ist es auch mit uns. Wir müssen im Glauben unser Erbteil geltend machen. Wenn wir uns nicht an Gottes Verheissungen festhalten, werden sie sich in unserem Leben nie erfüllen.

Paulus machte seine Rechte des Evangeliums geltend in Jesu Namen und hatte als Resultat davon in ein glorreiches Leben. Er sagt in 2. Kor. 2:14, "Doch ich danke Gott, der uns, die wir zu Christus gehören, immer in seinem Triumphzug mitführt". "immer in seinem Triumphzug" war das Siegeslied von Paulus - und das kann auch unser Lied sein.

Aber die meisten Christen kommen gar nie in ein solches Siegesleben. 600'000 Israeliten kamen aus Ägypten heraus. Aber nur 2 von ihnen - Josua und Kaleb - erreichten Kanaan. Es sind in etwa die gleichen Verhältnisse bei den Christen (2 zu 600'000) die in ein christliches Siegesleben finden. Josua und Kaleb erreichten das verheissene Land weil sie folgende Gesinnung hatten: "Wenn Gott uns gesagt hat wir sollen das Land besetzen, können wir es tun". Das ist Glauben. Glauben rechnet immer mit den Verheissungen Gottes, nie mit den Schwierigkeiten die uns begegnen. Die anderen Israeliten sagten, "Es ist unmöglich, die Riesen sind so gross und mächtig." Auch heutzutage denken die Christen es ist unmöglich Zorn oder Augenlust zu überwinden weil die Lüste so stark sind und weil sie von ihnen schon so lange beherrscht werden. Solche Gläubige bleiben den Rest ihres Lebens niedergeschlagen und gehen (geistlich gesprochen) zugrund in der Wildnis.

Der Fluss des Geistes der vom Himmel durch uns fliesst soll nicht einen beschmutzten Kanal unseres Herzens finden - ein Kanal beschmutzt durch unreine Gedanken, murren, jammern und der Liebe zu Geld. Nein. Er muss einen sauberen, reinen Kanal finden welcher frei ist von Sünde. Dann kann dieser Fluss Menschen um uns herum segnen mit dem klaren Wasser des Himmels. Die grosse Tragödie im Christentum heutzutage ist dass die Prediger innerlich nicht rein sind. Sie haben die Sünde in ihren Herzen und in ihren Privatleben nicht überwunden. Sie haben die Liebe zum Geld nicht überwunden, nicht die Augenlust, Bitterkeit, den Konkurrenzkampf gegenüber anderen Predigern, Eifersucht, Lügen, ihre Ehefrauen anschreien und Ungerechtigkeit in vielen anderen Dingen. Dennoch predigen sie zu Gottes Volk. Was können sie Gottes Volk predigen? Nur das was auch sie selbst praktizieren - namentlich, wie schreie ich meine Frau an, wie kann ich bitter sein, wie kann ich eifersüchtig sein und wie kann ich mit anderen konkurrenzieren! Alles Andere was sie predigen wird nur hohle Theorie sein. All die Bibelkenntnis die du dir durch Studium aneignest ist nutzlos wenn du in deinem Leben kein Überwinder bist.

Der Herr versprach Josua "ich werde mit dir sein". Das ist der Grund weshalb kein Mensch fähig war vor Josua zu stehen. Wir überwinden Sünde nicht dadurch dass wir einer Lehre glauben oder dadurch dass wir irgendwelche Erfahrungen haben. Nein. Es ist die konstante Anwesenheit des Herrn - durch Seinen Heiligen Geist - mit uns, der uns befähigt zu überwinden. Gott hält in diesen Tagen Ausschau für solche Leiter unter den Christen die Er gebrauchen und unterstützen kann weil ihre Herzen rein sind.

Der Herr sagte Josua: "Sei stark und fest! Denn du sollst diesem Volk das Land zum Erbe austeilen, das zu geben ich ihren Vätern geschworen habe" (Josua 1:6). Wir müssen vor keiner Sünde Angst haben. Wir müssen ausgehen und Gottes Volk stärken damit sie die Sünde in ihren Körpern überwinden können - Körper die seit Jahren von Sünde beherrscht werden. Es ist nicht genug, sie nur zum Glauben und die beiden Taufen zu bringen - Blut an die Torpfosten zu streichen, das rote Meer zu durchqueren und von der Wolke eingehüllt zu werden. Das ist nur der Anfang. Das ist nur die Kindergartenlektion. Stoppen wir die Ausbildung unserer Kinder nachdem sie in den Kindergarten gegangen sind? Nein. Aber das ist genau das was im Christentum heutzutage geschieht.

Die Wolkensäule - die Taufe im Heiligen Geist - kam um sie ins verheissene Land zu führen. Sie sollten innerhalb von 2 Jahren darin eingehen aber sie kamen in 40 Jahren nicht dazu weil ihre Leiter ungläubig waren. "Glaube kommt vom Hören" (Röm. 10:17). Wenn den Gläubigen dies in den Versammlungen nicht gelehrt wird, wie können sie glauben? Und wie können sie dann die Sünde überwinden?

Deutsche Übersetzung: Petra Baumann

   
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