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Im alten Bund wurden die Menschen dazu ermahnt über das "Gesetz des Herrn"
nachzudenken (Ps.1:2). Aber im neuen Bund werden wir ermahnt über "die
Herrlichkeit des Herrn" nachzudenken (2. Kor. 3:18). Wenn wir nur auf die
Briefe in Gottes Wort schauen, werden wir zu Pharisäern und wir werden auch
eine Kirche der Pharisäer aufbauen.
Wenn wir aber auf die Herrlichkeit des Lebens von Jesus schauen, so wie wir es
im Wort sehen, werden wir zunehmend Seinem Ebenbild ähnlich werden.
Das Geheimnis eines gottesfürchtiges Lebens (so sagt es der Heilige Geist in
1. Tim. 3:16), liegt darin, das Vorbild Jesus zu sehen. Jesus lebte auf der Erde
mit allen Grenzen des Fleisches und Er hatte nicht mehr Hilfsmitteln als wir
haben - die Kraft des Heiligen Geistes. Er jedoch lebte in perfekter Reinheit
Seines Geistes. Wenn Er so leben konnte, können wir das auch. "Wer da sagt, er
bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener
gewandelt ist" (2. Joh. 2:6). Wir können für unser sündigen nicht das Fleisch
anklagen. Denn da war Einer der im Fleisch auf dieser Erde wandelte ohne zu
sündigen. Er überwand das Leben mit der Kraft von Gottes Gnade - also können
wir das auch tun. Das Mass in dem wir selbst Jesus in einem Überwinderleben
nachfolgen, wird das Mass beeinflussen in welchem wir unsere Mitgläubigen führen
können so zu wandeln wie Jesus es getan hat.
Gleich nachdem in 1. Tim. 3:16 von dem Geheimnis der Gottesfurcht gesprochen
wird, warnt der Heilige Geist vor trügerischern Geistern die in den letzten
Tagen versuchen Gläubige weg von diesem gottesfürchtigen Weg, auf einen falschen
zu bringen. "Der Geist aber sagt deutlich, dass in späteren Zeiten etliche vom
Glauben abfallen und verführerischen Geistern und Lehren der Dämonen anhangen
werden (1. Tim. 4:1). Das erste Merkmal von allen trügerischen Geistern ist dass
sie "nicht bekennen, dass Jesus der im Fleisch gekommene Christus ist"
(2. Joh. 7). Sie werden nicht bekennen dass Jesus alle Sünden im Fleisch
überwunden hat. Durch das Horchen auf solche verführerischen Geister werden
Gläubige schlussendlich geleitet "dämonische Lehren" zu glauben (1. Tim. 4:2).
Zwei Beispiele von dämonischen Lehren sind nachfolgend erwähnt: das Heiraten zu
verbieten und gewisse Lebensmittel nicht zu essen. Ehelosigkeit und Fasten
wurden unter heidnischen Religionen immer beachtet als ein Weg um heilig zu
werden. Aber diese dämonischen Lehren werden in den letzten Tagen sogar den
Weg in die Christenheit finden. Wir sehen dies in unseren Tagen bereits erfüllt.
Da sind christliche Gruppen heutzutage die lehren dass man heiliger werden kann
wenn man unverheiratet bleibt oder wenn man regelmässig fastet. Sind dies
dämonische Lehren? Ja. Weil sie unsere Aufmerksamkeit weglenken vom Geheimnis
des göttlichen zu mönchischer Entsagung. Statt Jesus in der Kraft des Heiligen
Geistes nachzufolgen, beginnen wir durch klösterliche Selbstdisziplin nach dem
Göttlichen zu suchen. Da ist nichts Falsches wenn man unverheiratet bleiben will,
auch nicht wenn man fastet. Aber wenn dies gefördert wird als das Geheimnis von
Göttlichkeit, dann ist es ein grosser Fehler. In der Tat ist jede Lehre die
Menschen wegführt von "Christus offenbarte sich im Fleisch als das Geheimnis von
Göttlichkeit" - eine dämonische Lehre. Wahre Heiligkeit kann nicht erlangt werden
durch Yoga, Meditation oder Selbstdisziplin, aber durch die Kraft des Heiligen
Geistes.
In Kolosser 2:20-23 sagt Paulus dass asketische Praktiken äusserlichen Wert
haben können, aber sie werden uns nicht zur göttlichen Natur führen die in
unserem Fleisch manifestiert wird. Nur der Heilige Geist kann dies bewirken.
In den Gemeinden müssen wir Menschen freisetzen von religiösen asketischen
Praktiken. Andernfalls werden wir eine christliche Form von Yoga anbieten. Der
Teufel ist versucht immer Gläubige entweder in den extremen Reichtum, oder
gegenteilig in die extreme Askese zu führen. Materialismus ist nicht so
gefährlich denn es ist offensichtlich weltlich, sogar für einen fleischlich
gesinnten Gläubigen. Aber Askese ist gefährlicher, denn es führt scheinbar zu
Gottesfurcht. Beides sind aber Klippen die gegensätzlich nebeneinander stehen.
Aber beide führen zum Tiefstand. Ungläubige Liebhaber von Geld und Religion,
selbstdisziplinierte Pharisäer steuern beide in die Hölle. Und als Gottes
Knechte sollten wir dies nicht vergessen.
Deutsche Übersetzung: Petra Baumann
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