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Wort zur Woche
2. Juli 2007
Die Bedingungen der Jüngerschaft - Zac Poonen

Der HERR trägt uns auf, Menschen zu Jüngern zu machen (und nicht einfach nur zu Bekehrten) in allen Nationen (Matth. 28, 19). Ebenso sagt Er uns, was Er unter dem Wort "Jünger" versteht in Lukas 14, 26 - 33. Und wenn wir diese drei Bedingungen der Jüngerschaft (die Jesus lehrte) in unseren Predigten den Menschen nicht klar machen, werden sie niemals zu Jüngern werden.

1. Hass

Jesus sagte: "Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und die Mutter und die Frau und die Kinder und die Brüder und die Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein." (Lk. 14. 26)

Jesus benutzte starke Worte, wenn Er über Jüngerschaft sprach. Er sagte uns, wir sollten unsere Familienmitglieder hassen und sogar unser eigenes Leben hassen. Er hat uns an anderer Stelle auch gesagt, wir sollen das Geld hassen, wir sollen es verachten, wir sollen unser rechtes Auge ausreißen und die rechte Hand abschlagen und sollen Sein Fleisch essen und Sein Blut trinken. Seine Worte waren "Geist und Leben" (Joh. 6, 63) - aber viele Seiner Jünger dachten fleischlich und verstanden Ihn falsch und stolperten über Seine Worte. Sie fühlten sich von Ihm angegriffen und verließen Ihn (Joh. 6, 60 + 66). Viele Menschen verlassen Jesus auch heute aus dem gleichen Grund.

Was hat Jesus damit gemeint, wenn Er uns darum bittet, unseren Vater, unsere Mutter und unsere Kinder zu hassen? Die Bedeutung wird klar, wenn wir Seine Worte hier vergleichen mit denen in Matthäus 10, 37. Dort macht Er die gleiche Aussage mit etwas anderen Worten: "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig." Also, was Jesus mit dem Wort "Hass" meint, ist dass wir Ihn über alles lieben sollen - mehr als unsere Familienmitglieder. In anderen Worten, im Licht unserer Liebe für Ihn, muss die Liebe für alle anderen verblassen - so wie das Licht der Sterne verblasst, wenn die Sonne aufgeht!

Das ist es auch, was Jesus meint wenn Er sagt, wir sollen das Geld hassen und die weltlichen Reichtümer (Mammon) verachten (Lk. 16, 13). Wir sollen Ihn mehr lieben als allen weltlichen Reichtum. Wir können Geld verdienen, aber wir dürfen es nicht lieben.

2. Töten

Jesus sagte: "Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein." (Lk. 14, 27)

Das Kreuz ist heutzutage zum würdevollen Symbol geworden. Und so verstehen wir nicht, was Jesu' Worte hier bedeuten. In Seiner Zeit war das Kreuz nämlich ein Instrument der Schande und des Todes - an dem die schlimmsten Verbrecher gekreuzigt wurden. So wie heute Menschen gehängt werden. Und was Jesus hier sagte bedeutet, dass wir "hingehen und uns täglich selbst hängen sollen"! Wieder sehr starke Worte! Was Er meinte ist, dass wir unser SELBST täglich töten sollen, wenn wir Ihm folgen wollen. Es ist uns unmöglich, Seine Jünger zu sein, wenn wir uns SELBST gefallen wollen oder wenn wir unseren eigenen Willen tun wollen. Das SELBST muss täglich getötet werden (Gal. 5, 24).

3. Alles aufgeben

Jesus sagte: "So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein." (Lk. 14, 33)

Jesus bezog sich hier auf unsere Besitztümer - und nicht auf das, was wir haben. Wenn wir weltliche Dinge besitzen (das bedeutet, wenn wir sie hoch schätzen und an ihnen festhalten), dann werden diese Dinge auch uns besitzen - und wir werden ihre Sklaven werden.

Alles auf dieser Welt - Haus, Geld, Eigentum, Auto, Gold, Silber, egal was - gehört dem HERRN (siehe 1. Korinther 10, 26). Das ist eine sehr klare Aussage der Zugehörigkeit. So sind alle Güter, die wir in dieser Welt haben, nur eine Leihgabe von Gott für eine kurze Zeit. Jesus will, dass uns bewusst wird, dass wir nur Verwalter sind. Aber nur wenige haben dies verstanden. Und darum werden viele nicht zu Jüngern Jesu.

Nur jemand, der diese drei Bedingungen der Jüngerschaft erfüllt, kann ein Leben führen, wie es im Neuen Testament beschrieben wird - ein Leben voller Liebe (Röm. 5, 5), ständiger Freude (Phil. 4, 4), Freiheit von Angst (Phil. 4, 6) und im ewigen Triumph (2. Kor. 2, 14). Menschen, die keine Jünger sind, werden immer ein Beispiel dafür sein, dass ein solches Leben auf der Erde unmöglich ist. Aber preist den HERRN dafür, dass es ein paar glorreiche Jünger gibt, die auch heute ein solches Leben führen. Preist den HERRN!

Der HERR lädt auch dich dazu ein, von heute an ein solches Leben zu führen.

Deutsche Übersetzung: Melanie Kindler

   
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